Heinsberg - Der sympathische Sky du Mont ist jetzt „Papst“

Der sympathische Sky du Mont ist jetzt „Papst“

Von: jb
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Bei der Autorenlesung in der Heinsberger Buchhandlung Gollenstede: Sky du Mont. Foto: Bindels

Heinsberg. Lesungen bei der Buchhandlung Gollenstede sind gefragt und kommen an. Erst recht, wenn der Autor des Buches Sky du Mont heißt. Marcus Mesche als Gastgeber begrüßte ein aus TV und Film bekanntes Gesicht und freute sich mit den vielen Gästen auf einen unterhaltsamen Abend.

Gleich zum Anfang verriet Sky du Mont, dass „Full House – Liebes­erklärung an die Chaosfamilie“, eine locker geschriebene Aufzeichnung des eigenen Familienlebens, sein siebtes Buch sei. „Und ich habe alles selber geschrieben“, betonte er nicht ganz ohne Stolz. Der Auftrag seines Verlags habe in etwa so gelautet: „Schreibe mal etwas Lustiges!“ Eingefallen sei ihm dann, dass die Erlebnisse mit seiner Familie dem Auftrag wohl entsprechen könnten. Von Heinsberg bis Oldenburg scheint Sky du Mont die richtigen Themen – vom Schwangerschaftschaos über Wickelwahn bis zu den Aufklärungsversuchen bei der heranwachsenden und pubertierenden Tochter – getroffen zu haben.

In letztgenannter Stadt habe er erfahren können, dass sich viele in den Geschichten wiedererkennen würden. Und am Ende der Lesung habe dort ein Ehepaar gefragt, ob das Buch verfilmt würde. „Wir spielen dann gerne die Hauptrolle, weil wir auch alles genauso erlebt haben“, erzählte der Autor mit hintergründigem Humor, wohl wissend, dass das Wiedererkennen von geschilderten Situationen auch an diesem Abend eintreten würde. Er sollte Recht behalten, wie die Zurufe und der immer wieder aufkommende Beifall schon während der Lesung bezeugten.

Eine durchaus deftige Sprache kennzeichnet den Sprachstil, der einfach und leicht verständlich die Zuhörer der Situationskomik folgen lässt. Für den einen sind die Beispiele im Buch vielleicht die klischeehafte Schilderung vom Kennenlernen über die Schwangerschaftsneurotik bis zum Urlaubschaos einer über zehn Jahre gewachsenen Familie. Für den anderen aber sind die Geschichten vom Schlafmangel bis zum „Versuch und Irrtum in der Erziehung“ jene, bei denen er sich wiedererkennt. Das Kopfnicken bei der Lesung ließ die jeweilige Gefühlslage schnell erkennen.

„Wir sind schwanger“

„Wir sind schwanger“, eröffnete seine Frau dem Autor in ­einem Kapitel am Anfang. Sky du Mont machte schlagfertig und humorig eine aktuelle Wende und meinte: „Ich bin nun Papst, weil ich Argentinier bin“ und ergänzte, zum Publikum gewandt: „Ihr seid es nicht mehr!“ Die Lacher hatte er auf seiner Seite.

Sympathisch kam der Schauspieler und Autor rüber, auch als während der Lesung ein Mobiltelefon ertönte: „Ich höre Musik! Oder halluziniere ich?“ Mit diesen Worten wurde das Vorkommnis elegant umschifft. Und dieser positive Eindruck verstärkte sich am Ende der Lesung, als Autor und Publikum miteinander ins Gespräch kamen – auch über aktuelle TV-Beiträge. Sky du Mont scheute sich nicht, Klartext zu sprechen, aber immer in einer fein dosierten Form, die ankam. Dass seine Familiengeschichten wahr seien, nahm man ihm ab. Dass es ein gelungener Abend wurde, bezeugte auch der verdiente Beifall.

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