Kreis Heinsberg - Der neue Rad- und Freizeitbus nimmt am 1. Mai Fahrt auf

Der neue Rad- und Freizeitbus nimmt am 1. Mai Fahrt auf

Von: gs
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Vor dem Start: Udo Winkens, Patricia Thiel und Markus Vogten (v.l.) werben mit Broschüren für den neuen Fahrradbus. Foto: Georg Schmitz

Kreis Heinsberg. Das Forcieren von Öffentlichem Personennahverkehr und Fahrradtourismus liegt als verbindendes Element einem Gemeinschaftsprojekt von West Energie und Verkehr (West), ­Aachener Verkehrsbund (AVV) und Heinsberger Tourist-Service (HTS) zugrunde.

Der Rad- und Freizeitbus im Kreis Heinsberg nimmt am 1. Mai Fahrt auf. „Wir wollen Ausflugsbegeisterte und Tagestouristen animieren, den ÖPNV zu nutzen“, nannte West-Geschäftsführer Udo Winkens das Ziel.

Vor dem Start stellten Udo Winkens sowie Markus Vogten vom AVV und Patricia Thiel vom HTS eine frisch gedruckte, 24-seitige Broschüre zum Thema vor. Vogten war federführend für die Erstellung zuständig und empfing deshalb das ungeteilte Lob von Winkens und seinem für den Bereich Planung verantwortlichen West-Kollegen Burkhard Heine.

Vom 1. Mai bis 19. Oktober

Das Mobilitäts-Konzept wird für die erste Saison, die vom 1. Mai bis 19. Oktober läuft, mit 40.000 Euro vom Kreis Heinsberg gefördert. Der Rad- und Freizeitbus wird im genannten Zeitraum an jedem Sonn- und Feiertag in der Region unterwegs sein. Heine ging auf einzelne Details ein.

Der Bus startet um 10.05 Uhr und 15.05 Uhr am Bahnhof in Geilenkirchen und fährt über Gillrath, Gangelt, Süsterseel, Tüddern, Höngen, Saeffelen und Breberen nach Heinsberg und dort dann weiter über Effeld, Wassenberg, Wildenrath, Tüschen­broich, Wegberg, Beeck und Rath-Anhoven bis zum Bahnhof in Erkelenz. Ein zweiter Bus fährt um 10.25 Uhr und 14.25 Uhr entsprechend in ­Erkelenz in entgegengesetzter Richtung los.

„Die Abfahrtszeiten sind an die Bahnanschlüsse in Erkelenz, Geilenkirchen und Heinsberg, zeitweise auch in Wegberg abgestimmt“, merkte Winkens an.

Zahlreiche Verknüpfungen

Burkhard Heine kam auf die zahlreichen Verknüpfungen zu sprechen, die wichtige Ausflugsziele tangieren. „Der Bus hält unter anderem in Gillrath, wo eine Fahrt mit der Selfkantbahn möglich ist, oder in Gangelt nahe Kahnweiher“, nannte er beispielhaft zwei touristische Locations. Aber auch die historischen Mühlen würden angefahren, ebenso die Ausflugsziele im nördlichen Kreisgebiet.

In diesem Zusammenhang hat sich der Heinsberger Tourist-Service eingebracht, der um die Wünsche der Gäste bestens Bescheid weiß. Die Broschüre beinhaltet zahlreiche Tipps und Hinweise auf die Sehenswürdigkeiten am Rande.

HTS-Geschäftsführerin Patricia Thiel wies auf das tolle Angebot mit zahlreichen Verknüpfungen hin, das nicht nur sportliche sondern auch Familienfreundliche Typen anspreche. Da würden Bus, Bahn, Fahrrad und Tourismus in Einklang gebracht. In 2013 hätten immerhin mehr als acht Millionen Tagestouristen den Kreis Heinsberg als Ausflugsziel genutzt.

Fünf Radtouren hat das Team des HTS „ausgetüftelt“. Tour 1 über 41,9 Kilometer führt von Erkelenz nach Waldfeucht, eine weitere von Erkelenz nach Wegberg (38,4 Kilometer). Bei Tour 3 rollen die Radler 34,3 Kilometer durch den Selfkant mit Start und Ziel in Gangelt. Die vierte Tour von Heinsberg – natürlich nicht auf direktem Weg – nach Waldfeucht hat eine Länge von 32,5 Kilometern. Die fünfte Fahrt von Übach-Palenberg (Bahnhof) nach Geilenkirchen markiert mit 23,4 Kilometer Länge die kürzeste Radtour.

„Die Kosten für die Tickets sind in den regulären AVV-Tarif eingebunden“, sagte Udo Winkens. Für jedes Fahrrad ist ein Extra-Ticket zu lösen: Da kostet eine Einzelfahrkarte 2,10 Euro, eine Tageskarte 3,10 Euro.

Nicht nur für Fahrradfahrer

Der Bus sei nicht nur Fahrradfahrern vorbehalten, ergänzte Markus Vogten. Vielmehr könne der Bus von allen Menschen genutzt werden, als auch von Tagesausflüglern oder Wanderern. Deshalb ist beim Blick in die Broschüre der Touren-Tipp mit der Nummer sechs nicht zu vergessen: der Premium-Wanderweg „Birgeler Urwald“.

Die von dem unter der Liniennummer 499 laufenden Radbus tangierten 20 speziell für den Zu- und Ausstieg mit Rädern vorgesehenen Haltestellen sind nach Angaben der West mit einem Fahrrad-Piktogramm ausgestattet. Eingesetzt würden niederflurige Überlandbusse mit Anhänger für bis zu 20 Fahrräder. Begleitpersonen würden beim Ein-und Ausladen der Fahrräder behilflich sein, so Winkens.

In der Eifel erfolgreich

Markus Vogten erwähnte noch, dass sich das schon 2007 in der Eifel eingeführte Fahrradbussystem bestens bewährt habe und aufgrund seines Erfolges ständig erweitert worden sei.

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