Der Lambertusmarkt, ein Angebot mit Seltenheitswert

Von: Helmut Wichlatz
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Viele Attraktionen auf der Frühkirmes: In großes Bällen tollten Kinder über die Wasseroberfläche. Fotos (2): Helmut Wichlatz Foto: Helmut Wichlatz
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Musik aus der Domstadt: Die Kölschen Adler (Foto) überzeugten auf dem Lambertusmarkt genauso wie die Paveier.

Erkelenz. Seit Donnerstag herrscht wieder Ausnahmezustand in der Erkelenzer Innenstadt. Der 42. Lambertusmarkt und die Frühkirmes sorgen noch bis Montag für ein großes Besucheraufkommen. Tausende Menschen aus der Region werden bis dahin noch erwartet, denn mit rund 100 Ständen, Attraktionen und Fahrgeschäften ist die Kirmes an sich schon ein Schwergewicht. Dazu kommt der Lambertusmarkt, der mit interessanten Angeboten und erstklassiger Bühnenshow lockt.

Bei der Eröffnung begrüßte erstmals Markus Forg als Moderator von der großen Bühne aus das Publikum. Er hat für seinen Cousin Carsten übernommen, der jahrelang zum festen Inventar des Marktes gehörte. Vor dem Markt kommt noch der offizielle Fassanstich. Dazu gibt es kaum einen geeigneteren Würdenträger als Bürgermeister Peter Jansen (CDU), der auch diesmal mit wenigen Schlägen auskam und anschließend fast ohne zu kleckern die ersten Runden zapfte.

Zuvor jedoch erinnerte er an die lange Geschichte des Jahrmarktes, bei dessen Premiere er schon als Azubi im Rathaus seine Finger mit im Spiel hatte. Mittlerweile sei das Angebot des Lambertusmarktes zu einer Seltenheit geworden, betonte er. Wo finde man sonst noch ein so hochwertiges und vielseitiges und vor allem kostenloses Bühnenprogramm.

Kölsche Tön

Bei diesem Programm hat Organisator Stephan „Jopi“ Jopen wieder ganze Arbeit geleistet. Hatte er im vergangenen Jahr mit dem Deutschrocker Max Giesinger allem Anschein nach sein Meisterstück hingelegt, setzte er diesmal mit dem neuen Shootingstar Wincent Weiss noch einen drauf.

Schon bei der Eröffnung am Donnerstagmittag legte die West Big Band die Messlatte hoch. Nachmittags folgte die Erkelenzer Band back/slash, die mit rockigen Tönen auf den Abend einstimmte. Der stand im Zeichen des kölschen Liedes. Das hat Tradition auf dem Lambertusmarkt, so sind im Laufe der Jahre so ziemlich alle großen Namen und heißen Geheimtipps der kölschen Musikszene mindestens einmal da gewesen.

Bis auf eine Gruppe: Die Paveier fehlten noch auf dem Markt. Diesmal war es Jopen gelungen, nicht nur die Kultband zu bekommen, sondern auch ein Vorprogramm, das es in sich hatte. Von Lupo über die Kolibris, die Tanzakrobaten der Kölner Rheinveilchen bis zu den Kölschen Adlern, bei denen Jopen selbst das Schlagzeug spielte, reichte das Programm, bevor gegen 22 Uhr die Paveier unter anderem ihren Hit „Leev Marie“ über den Markt schallen ließen.

Zuvor jedoch musste einer weiteren Tradition genüge getan werden, nämlich dem Rundgang des Bürgermeisters und seiner Gäste über die Kirmes. Begleitet wurden sie vom Granterather Musikverein, den Turnern des ETV, die zuvor eine akrobatische Liveshow gegeben hatten, und dem Schausteller-Chef Gerd Lynen von Berg. Natürlich konnten die Wagemutigen auch das eine oder andere Fahrgeschäft ausprobieren.

Am Samstag wird Jansen eine zweite Kirmesrunde machen, diesmal mit den Kindern und Jugendlichen, die sich im Sport oder sozialen Themen ehrenamtlich engagieren. Anschließend werden die Sieger des Luftballonwettbewerbs der letzten Herbstkirmes auf dem Burghof geehrt.

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