Der Heinsberger Zug begeistert Tausende Jecke

Von: Anna Petra Thomas
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Tausende Menschen säumten den Weg des Cityzuges am Tulpensonntag in der Heinsberger Innenstadt. Elf Karnevalsgesellschaften beteiligten sich daran. Foto: Anna Petra Thomas
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Ziemlich bunt: Die Prinzengarde der KG Brööker Waaterratte beschoss das Stadtprinzenpaar beim Cityzug von unten mit Konfettikanonen. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. Es war ein herrliches Bild, das Elmar I. und Michaela (Dohmen) als Stadtprinzenpaar am Tulpensonntag beim Cityzug in der Heinsberger Innenstadt genossen. Tausende Narren säumten schon gleich nach dem Start des Zuges am Marktplatz und weiter die Liecker Straße entlang Richtung Apfelstraße den närrischen Lindwurm, der sich pünktlich um 12.11 Uhr in Bewegung gesetzt hatte.

Angeführt wurde er von Zugleiter Axel Jakobs und seinem Stellvertreter Christian Heuter, die als erste den Wagen des Komitees Heinsberger Karneval mit seinem Präsidenten Wolfgang Weintz und den Wagen des Stadtprinzenpaares in Form eines großen, rot-weißen Radampfers passierten. Elf der zwölf Karnevalsgesellschaften im Komitee beteiligten sich am Zug. Nur die Randerather Grasbürger waren nicht dabei, weil für sie die Zeit bis zum eigenen Zug am Sonntagnachmittag zu knapp geworden wäre.

Erste im Zug nach der Zugleitung war die Löschgruppe Stadtmitte der Feuerwehr mit Manfred Nickel an seiner ganz besonderen Wasserspritze. Es folgten die Karker Rabaue, die Drömmer Hahne und die Brööker Waaterratte mit ihren Tollitäten. Vor den Kemper Grönen drehte sich das Skikarussell vom Weihnachtsmarkt im Kleinformat. Ihm folgten echte Skifahrer, die auch ohne Schnee auf der Heinsberger „Piste“ ihren Spaß hatten.

Weiter ging es mit den Püescheler Klompen und dem Wooder Wend, die keine Prinzenpaare ihr eigen nennen, sowie mit den Ongerbröker Kohmule und mit La Strada Olé und einem frisch vermählten Prinzenpaar. Den Kerkever Jekke folgte eine Heinsberger Fußgruppe als Marionetten. Eine farbenprächtige Gruppe waren dahinter die Frauen des Damenelferrats im Heinsberger Karnevalsverein (HKV), die den Karneval aus Venedig nach Heinsberg geholt hatten. Ihnen folgten der Senats-, der Elferrats- und der Prinzenwagen des HKV.

Und dann rollte Schafhausen an, im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Wagenbauer Schafhausen-Schleiden hatten einen großen Wagen mit einer Dampflok vorne drauf gebaut. Ihnen folgte die Frauengemeinschaft unter dem Motto „Vroulüh ut Schoppese – Schabies“. Alle waren verpackt in großen pinken Kartons, in denen man ansonsten die berühmten, schlanken Puppen kauft. Mit fast 70 Teilnehmern stellte die Jugend- und Interessengemeinschaft Schleiden unter dem Motto „Die Kühe sind los!“ die größte Fußgruppe. Nicht fehlen durften natürlich auch die Schafhausener Schafe, die „Schoppeser Wollföttches“.

Nachdem der Lindwurm sich eine geschlagene Stunde lang an ihnen vorbeigeschlängelt hatte, konnten dann endlich auch Elmar I. und Michaela ins Geschehen eingreifen. Sie werden in die Geschichte des Heinsberger Karnevals als das erste Stadtprinzenpaar eingehen, das im Jahr des nur alle fünf Jahre stattfindenden Cityzuges nicht vom HKV, sondern vom Schafhausener Karnevalsverein (SKV) gestellt wurde. Trotz der langen Session mit vielen Veranstaltungen, die sie besucht hatten, fieberten beide doch ihrem Auftritt im Zug ganz besonders entgegen und genossen ihn sichtlich. „Das ist doch so‘n bisschen der Höhepunkt“, sagte Elmar I., als sich sein Dampfer endlich in Bewegung setzte.

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