Der Glasfaserausbau im Kreis Heinsberg gerät ins Stocken

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Kreis Heinsberg. Nachdem in den Gemeinden Gangelt und Selfkant sowie in den ersten Orten der Städte Heinsberg, Hückelhoven, Erkelenz und Wegberg fast alle Projektgebiete die für den Glasfaserausbau als notwendig festgelegte 40-Prozent-Marke erreicht und zum Teil deutlich überschritten hätten, „tun sich die soeben mit dem Stichtag beendeten Gebiete der Ausbauphase 3 überwiegend sehr schwer“.

Dies räumte jetzt die Deutsche Glasfaser im Kreis Heinsberg ein. Da in den letzten Tagen vor dem Stichtag noch sehr viele Vorverträge bei den Providern eingegangen seien, sei die Auswertung noch nicht ganz abgeschlossen. Dennoch kann laut Deutsche Glasfaser davon ausgegangen werden, dass in den meisten Projektgebieten die 40 Prozent nicht erreicht würden.

„Wir haben von Bewohnern und Bürgerinitiativen aus einigen Orten gehört,“ so Marco Westenberg von der Deutschen Glasfaser, „dass in der Verteilung der Informationen an manchen Stellen etwas schiefgelaufen ist und daher viele Haushalte nicht wie geplant alle entscheidungsrelevanten Informationen bekommen haben. Viele dieser Glasfaser-Interessenten bitten daher noch um mehr Zeit, damit sie sich weiter informieren und anschließend objektiv entscheiden können. Diese Zeit wollen wir uns natürlich nehmen und den Menschen in allen Orten der Ausbauphase 3 ausreichend Gelegenheit geben, sich zu informieren.“ Dies bedeute, dass die Phase 3 in Kirchhoven und Lieck, Aphoven und Laffeld und Scheifendahl, Porselen, Brachelen, Kleingladbach, Doveren, Hilfarth, Wegberg und Beeck, Klinkum und Bischofshütte, Merbeck, Golkrath, Gerderath und Fronderath, Granterath, Kückhoven, Birgelen, Frelenberg sowie Marienberg um gut fünf Wochen verlängert werde. Neuer Stichtag sei der 15. Juli. Da die Tendenz in nahezu allen Orten gut sei, so Deutsche Glasfaser, gelte die Verlängerung für alle genannten Orte. Auch dort, wo die 40 Prozent bereits erreicht seien, könnten sich Bewohner weiterhin bis 15. Juli anmelden.

„Natürlich haben sich auch schon viele Glasfaserinteressenten mit einem Vorvertrag für die Nutzung des neuen Netzes entschieden. Wir bitten aber um Verständnis,“ so Westenberg, „dass es sich aus logistischen Gründen nicht vermeiden lässt, auch diese Haushalte automatisch noch einmal mit Informationsmaterial zu versorgen, das sie möglicherweise schon zu einem früheren Zeitpunkt erhalten haben. Wir denken jedoch, dass es insbesondere im Sinne dieser Kunden ist, dass das neue Glasfasernetz in den jeweiligen Ort kommt. Als kleinen Ausgleich für das viele Papier werden wir in Kürze an einer Stelle im Kreis Heinsberg mehrere neue Bäume pflanzen und damit dem Kreis und der Umwelt etwas zurückgeben.“

Die Deutsche Glasfaser baut das Netzwerk und bietet dieses als offenes Netz dem Markt an. Drei Service-Provider sind derzeit im Kreis Heinsberg mit dabei: NEW, Net­Aachen und Flink.

Marco Westenberg erklärte: „Wir legen ganz besonderen Wert darauf, dass auf dem offenen Netz ein freier und fairer Wettbewerb der Provider entsteht, der sich in der Zukunft sehr positiv für die Verbraucher auswirken wird.“

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