Der Flair des Briefmarkensammelns nimmt stetig ab

Von: Johannes Bindels
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Der neue Vorstand und ihre langjährigen Mitglieder (v.l.): Heinz Knoben, Josef Frantzen, Udo Szymkowiak, Hubert Esser, Hans-Willi Wennmacher, Hermann-Josef Heinrichs und Ehrenvorsitzender Leo Tellers. Foto: Bindels

Heinsberg-Oberbruch. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Briefmarken-Sammler-Vereins „Selfkant“ Heinsberg 1959 verzeichneten die Mitglieder erwartungsgemäß eine Änderung bei der Personalie des 1. Vorsitzenden.

So beendete der bisherige Vorsitzende Leo Tellers nach mehr als einem Jahrzehnt in verantwortlicher Stellung im Vorstand seine Arbeit und wurde von der Mitgliederversammlung in Anerkennung seiner langjährigen engagierten Tätigkeit einstimmig zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Nachwuchsarbeit stärken

Zum neuen 1. Vorsitzenden des Vereins wählte die Mitgliederversammlung den 46-jährigen Udo Szymkowiak und setzte damit ein Zeichen für jüngere Interessenten der Philatelie (Briefmarkenkunde). Mit den weiteren Vorstandsmitgliedern Josef Frantzen (Geschäftsführer) und Heinz Knoben (Schatzmeister) möchte Szymkowiak das Augenmerk der Vereinsarbeit auch auf die Nachwuchsarbeit legen, betonte er.

So benannte er für die Ausübung des Hobbys verschiedene Möglichkeiten des Sammelns: „Für Anfänger ist die Konzentration auf ein engeres Themenfeld empfehlenswert. Entweder sucht man ein Thema (Sport, Tiere, Gebäude, Kunst) oder man wählt für seine Sammlung ein Land.“

Da heute oft genug die Postwertzeichen nur noch aufgedruckt oder als Codierungs-Zeichen erscheinen, ist der Nachschub zum Sammeln der Briefmarken nicht mehr nur durch die Briefe erhältlich. „Das Flair des Sammelns geht dabei verloren“, fügte der neue Vorsitzende an.

Der Kauf von Briefmarken in Ladenlokalen sei immer schwieriger zu realisieren, da diese kaum noch vor Ort vorhanden seien. Im BSV stünde deswegen mit Josef Frantzen als Geschäftsführer ein Ansprechpartner zur Verfügung, der die Sammelwünsche durch seine Kontakte zu Agenturen und Großhändler ermögliche, hieß es.

Wichtige Veranstaltung

Auch bei den als Tausch- oder Großtauschtage bezeichneten Treffen stünde das private Tauschen kaum noch im Mittelpunkt, sondern eher das Kaufen bei den dort vorhandenen Anbietern. Günstig mit dem Aufbau beginnen könne man aber durch den Kauf von Kiloware. Das seien Briefmarken, die sich auf den Umschlägen oder Postkarten befänden und vom Sammler dann noch abgelöst werden müssten.

Der nächste Großtauschtag des Vereins wird am Palmsonntag, 13. April, von 9 bis 15 Uhr in den Räumen der Mehrzweckhalle in Schafhausen stattfinden. „Der Großtauschtag ist für unseren Verein eine der wichtigsten Veranstaltungen des Jahres. Wir hoffen besonders, auch jüngere an der Philatelie interessierte Gäste begrüßen zu können“, betonte Szymkowiak.

Der Verein schaut mit seinem neuen Vorsitzenden jedenfalls optimistisch in die Zukunft, um dieses Hobby auch nach 55 Jahren weiter pflegen zu können.

Als eine seiner letzten Amtshandlungen ehrte der scheidende Vorsitzende Leo Tellers letztlich Mitglieder für ihre langjährige Vereinstreue: Für 45 Jahre erhielten Hans-Willi Wennmacher und Hermann-Josef Heinrichs eine Urkunde und eine Ehrennadel.

Für 20 Jahre wurden Hubert Esser und Udo Szymkowiak mit Urkunde und Nadel geehrt.

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