Der Fiat 500e ist das dritte Elektroauto im Fuhrpark

Von: Helmut Wichlatz
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Blitzblank für die Übergabe: Der Fiat 500e ist das dritte Elektroauto im städtischen Fuhrpark. Foto: Wichlatz

Erkelenz. Der benzinfreie Fuhrpark der Stadt Erkelenz ist um ein Auto größer geworden und besteht nun aus drei Fahrzeugen. Der Neue ist ein schnittiger Fiat 500e mit 30 kW (41 PS) Leistung. Zunächst wird der Wagen von der NEW gemietet und soll dann dauerhaft in das Eigentum der Stadt übergehen, wie der Technische Beigeordnete Ansgar Lurweg sagte.

Der Wagen soll hauptsächlich für Kontrollfahrten zu Grundstücken verwendet werden, bei denen noch Unstimmigkeiten über die Höhe der zu entrichtenden Niederschlagswassergebühr bestehen oder diese neu festgelegt werden müssen. „Seit rund sieben Jahren schaut die Stadt genauer hin“, betonte Lurweg. Aus Gründen der Gebührengerechtigkeit sollte die genaue Größe der versiegelten Flächen mitgeteilt werden.

Kontrollfahrten

Ein weiteres Thema ist der richtige Anschluss an das Kanalnetz. Von den rund 18.000 Grundstücken in Erkelenz seien diese Fragen nur noch bei rund drei Prozent zu klären. Hinzu kommen die rund hundert Neubauten pro Jahr. „Die Fahrten zu den nötigen Grundstückskontrollen sollen mit dem E-Auto unternommen werden“, sagte Lurweg. Die Reichweite von rund 140 Kilometern sei für dieses Einsatzfeld ausreichend, ebenso der benötigte Stauraum im Auto. „Die Nebelmaschine passt rein“, sagte Lurweg. Diese wird eingesetzt, um die Dichtigkeit der Anschlüsse zu prüfen.

Ein wichtiger Aspekt für den Einsatz des Elektroautos stand gleich daneben. Es ist das Blockheizkraftwerk der Kläranlage, das jährlich rund 600.000 Kilowattstunden Strom produziert. Ausreichend, um den Fiat vier Millionen Kilometer weit fahren zu lassen. Theoretisch, denn in der Realität verbraucht der Abwasserbetrieb rund zwei Millionen Kilowattstunden pro Jahr. Ein Bedarf, den er aus eigener Kraft nicht decken kann.

Trotzdem haben diese Modellrechnungen ihren Reiz. Die Stadt werbe dafür, dass auch im Privaten Eigenstromproduktion und E-Mobilität verbunden werden könnten. Dafür arbeitet sie eng mit dem Energieanbieter NEW im Rahmen einer Studie über die Verwendung von E-Autos im städtischen Fuhrpark zusammen. „Die Bedeutung der E-Mobilität in den Kommunen wird im Laufe der nächsten Jahre bedeutend zunehmen“, ist sich auch Jörg Lachmann von NEW sicher. Er ist für die Geschäftsfeldentwicklung zuständig und sieht in der E-Mobilität einen Markt mit Potenzial, in den es sich lohnt zu investieren.

Neue Ladestationen

In Erkelenz wird NEW in den nächsten Jahren in zwei neue Ladestationen investieren, die es auch durchreisenden Kunden ermöglichen ihre Wagen aufzuladen. Derzeit gibt es zwei öffentlich zugängliche Ladestationen bei Eco Solar an der Gewerbestraße Süd und in der Tiefgarage der Kreissparkasse an der Tenholter Straße.

Der Klimaschutzmanager der Stadt, Oliver Franz, verwies auf die Reduzierung der CO2-Emission um rund 1700 Kilogramm allein bei dem Fiat und bei einer durchschnittlichen Leistung von 10.000 Kilometern im Jahr. Durch die drei Elektrofahrzeuge im städtischen Fuhrpark werden insgesamt 4100 Kilogramm an schädlichen Emissionen eingespart. Nachgedacht wird aber auch über andere Ideen wie Car-Sharing und eine Umstellung von Nutzfahrzeugen auf Elektroantrieb. Derzeit werde geprüft, ob es sich lohnt, einen entsprechenden Förderantrag zu stellen, erklärte Lurweg.

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