Der allerletzte Zug im Erkelenzer Stadtgebiet rollt planmäßig ab

Von: hewi
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Der Gerderhahner Sternenhimmel war ein Hingucker. Foto: Koenigs

Erkelenz-Gerderhahn. Mit dem letzten Zug im Erkelenzer Stadtgebiet machten sich die Gerderhahner Jecken am Veilchendienstag um 14 Uhr auf den Weg. Vom Paulusweg aus, wo sich die Gruppen und Wagen gesammelt hatten, ging es über die dörfliche „Flaniermeile” In Gerderhahn, wo die großen und kleinen Jecken schon sehnsüchtig auf den Zug warteten.

15 Fußgruppen und 15 Wagen waren unterwegs und wurden von den Zuschauern mit donnerndem Alaaf begrüßt. Aus Gerderhahn waren die rund 20 „süßen Törtchen” ebenso dabei wie eine Gruppe von Spinnen und ein Trupp von Putzfrauen beiderlei Geschlechts, die aber nicht vorhatten, die Straßen zu reinigen.

Eine Gruppe von auf Eimern reitenden Exil-Gerderhahnern war ebenso vertreten wie eine ganze Horde von „Prinzenrollen” und eine Truppe, die als Punker eine fast ausgestorbene Spezies darstellte. Dazu waren die in dieser Session überall vertretenen Piraten und eine Horde Eisbären unterwegs.

Aus Gerderath waren die „Panzerknacker” mit ihrem Wagen angerollt. Ebenfalls aus Gerderath waren Piraten mit ihrem rollenden Schiff in Gerderhahn vor Anker gegangen. Nicht zu vergessen die Cowboys und Indianer sowie der Motivwagen um Robin Hood, die ebenso nicht mit Kamelle geizten.

Aus Gerderhahn stammte die Gruppe „Sternenhimmel”, die schon auf so manchem Zug in der Region für Glanz und gute Laune gesorgt hatte.

Höhepunkt des Zuges war natürlich der Prinzenwagen der Gerderhahner Tollitäten Prinz Martin I. und Prinzessin Andrea I. (Fontein), die sich ein letztes Mal von ihren närrischen Untertanen bejubeln ließen. Vor der Zugauflösung nahmen sie noch einmal eine Parade der Jenhahner Jecken und ihrer Gäste ab. Doch damit nicht genug, denn in der Halle wurde fröhlich weitergefeiert.

Eine Gelegenheit, die Günter Sonnenschein im Namen des VKEL nutzte, um die letzten Jubiläumsorden des Verbandes zu verleihen.

Vier mal elf Jahre besteht die Dachorganisation der Karnevalsgesellschaften des Erkelenzer Landes, fast so lange wie es den Gerderhahner Veilchendienstagszug gibt, den Theo Clemens 1964 ins Leben gerufen hat. Was als reiner Kinderzug begonnen hat, hat sich im laufe der Jahre zu einem würdigen und gut besuchten Sessionsabschluss für den Erkelenzer Karneval entwickelt.
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