Denkmal für Gefallene des Ersten Weltkriegs restauriert

Von: Anna Petra Thomas
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Jakob Gerards, Jörg und Gereon Frauenrath, Erich Gerards und Olaf Rademacher am frisch renovierten Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. Als „leuchtender Pfingstsonntag“ wurde er in unserer Zeitung beschrieben, jener Sonntag des Jahres 1922, an dem am Burgberg, an der damaligen Josefstraße ein Kriegerdenkmal enthüllt wurde. Heute, 94 Jahre später, präsentiert sich dieses Denkmal pünktlich vor Pfingsten in seinem Mittelteil komplett neu gestaltet mit wieder lesbaren Namen als Teil der Gedenkstätte an der Linderner Straße hinter dem Kreisgymnasium.

10.500 Euro hat die Kultur- und Sozialstiftung Arndt Frauenrath dafür zur Verfügung gestellt.

„Mehr als dreieinhalb Jahre sind vergangen seit dem Ende des gewaltigen Völkerringens, des furchtbaren Weltkrieges, der unser geliebtes Vaterland so hart und schwer getroffen hat, und erst heute erfüllt sich der lang gehegte Wunsch der Bewohner der Stadt Heinsberg, ihren auf dem Felde der Ehre gebliebenen Söhnen einen Gedenkstein dankbarer Erinnerung zu setzen“, hatte der damalige Vorsitzende des Denkmalsausschusses, Rektor Farber, bei der Enthüllung des Denkmals gesagt. „Es ist nur ein lebloser Stein, den wir enthüllen wollen, der sich noch Ihren Blicken entzieht, aber er hat ein gutes Gedächtnis und spricht eine beredte Sprache.“

Bei der Einrichtung des Parkplatzes gegenüber der Christuskirche fand das Denkmal später einen neuen Platz in dem kleinen Park an der Linderner Straße. Mehr und mehr verblassten jedoch die in den Muschelkalk eingravierten Namen. Das habe ihn nach einem Diavortrag von Helmut Coenen, dem Vorsitzenden des Heimatvereins Heinsberger Lande, bereits im Jahr 2007 sehr berührt, erklärte Erster Beigeordneter Jakob Gerards bei der Präsentation des nun in seinem Mittelteil komplett erneuerten Denkmals.

Geboren worden sei damals zunächst die Idee, das Denkmal in seinem Mittelteil neu zu verkleiden, berichtete er. Ende 2013 sei dann der Beschluss gefallen, das Denkmal mit Mitteln der Kultur- und Sozialstiftung Arndt Frauenrath zu sanieren. Zu Beginn der Arbeiten habe sich jedoch herausgestellt, dass das Werk von innen hohl war.

So wurde der Mittelteil im bisherigen Maßstab komplett neu aufgemauert und anschließend von Steinbildhauermeister Olaf Rademacher aus Kempen rundherum mit Platten eines schwarzen Natursteins aus Afrika, einem sogenannten Nero Impala Gabbro, verkleidet. Anders als im ursprünglichen Denkmal wurden in diesen Stein die Namen nicht eingraviert, sondern blieben nach einer Bearbeitung der Steinplatten mit Sandstrahltechnik erhaben als schwarze Buchstaben auf schwarzem Grund zurück.

Da die alten, auf dem Denkmal vorhandenen Namen nicht mehr lesbar gewesen seien, habe man sich entschieden, für die neue Beschriftung auf die Namen aus dem Ehrengedenkbuch für die Gefallenen des Kreises Heinsberg aus dem Jahr 1932 zurückzugreifen, dessen Autor August Lentz ist, so Jakob Gerards weiter. Verwendet wurden die Namen aus der damaligen Kreisstadt Heinsberg und der Bürgermeisterei Unterbruch.

„Sie starben für die Heimat. Die dankbare Stadt Heinsberg. 1914 – 1918“ lautet der Schriftzug, der wie beim ursprünglichen Denkmal auch jetzt wieder deutlich auf der Vorderseite zu lesen ist. Die Brüder Gereon und Jörg Frauenrath sowie Erich Gerards von der Stiftung Arndt Frauenrath freuten sich bei der offiziellen Besichtigung zusammen mit Jakob Gerards und dem Steinbildhauermeister Olaf Rademacher über das ihrer Meinung nach sehr gelungene Werk. Auf der Rückseite enthält es eine Platte, die über die Restaurierungsarbeiten informiert.

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