Den Menschen Arnold Poll und sein Werk gewürdigt

Von: Helmut Wichlatz
Letzte Aktualisierung:
12150790.jpg
Pastor Werner Rombach bei der Sondersitzung des Erkelenzer Stadtrats im Alten Rathaus: „Wo er helfen konnte, da half er.“ Foto: H. Wichlatz

Erkelenz. In einer Sondersitzung im Alten Rathaus gedachte der Stadtrat dem am 16. April gestorbenen Prälat Arnold Poll. Der Geistliche, der auch als „Vater der Sternsinger“ bezeichnet wird, war neben weiteren Auszeichnungen und Ehrungen unter anderem auch Ehrenbürger der Stadt.

Neben den Mitgliedern des Rates waren auch Polls Familienangehörige, Freunde und Weggefährten gekommen, um den Geistlichen und sein Werk zu würdigen und Abschied zu nehmen.

Bürgermeister Peter Jansen bezeichnete Poll als einen „Mensch mit Visionen, der sich und die Gesellschaft gleichermaßen forderte“ und es zugleich verstand, seine Werte und Anliegen „energisch und resolut“ einzufordern. Sein Augenmerk habe den Kindern gegolten. Die Sternsinger habe er zur weltweit größten Hilfsaktion von Kindern für Kinder ausgebaut, und auch im Ruhestand habe er mit großem Engagement seine Ziele weiterverfolgt, unter anderem mit der Gründung des Vereins „Kinder in die Mitte“ und der „Prälat Arnold Poll Stiftung“.

Der weitgereiste „Weltbürger“ habe sich bewusst für Houverath und die dort lebenden Menschen als Heimat und Familie entschieden. Den Erkelenzern werde er als „unser Pastor“ in Erinnerung bleiben. „Wir haben einen bedeutenden Bürger verloren, dürfen uns aber glücklich schätzen, einen wundervollen Menschen viele Jahre unter uns gehabt zu haben“, schloss er seine Ansprache.

Pfarrer Werner Rombach erinnerte an die lateinischen Worte „ad sum“ (ich bin da, ich bin bereit), die Poll seit seiner Priesterweihe 1956 „in Wort und Tat“ gelebt habe. Er habe seine Mitstreiter bis an die Grenzen gefordert, und zugleich sei es ihm gelungen, „den Gott der Liebe für seine Mitmenschen erfahrbar zu machen“. Bei allen Erfolgen und dem weltweiten Engagement habe er nie die Menschen in seiner Gemeinde vergessen. „Wo er helfen konnte, da half er“, betonte Rombach.

„Was soll ich noch sagen, ohne mich zu wiederholen“, erklärte Annemarie Schroer, die im Namen der Ortsvereine und der Bürgerschaft Houveraths ein paar Worte an die Gäste richtete. „Arnold Poll war 50 Jahre lang unser Pastor“, betonte sie. „Darauf sind wir stolz.“ Der Geistliche habe das damals „verschlafene Dorf“ Houverath nach seiner Ankunft gehörig aufgemischt. Seine Predigten hätten bei den Houverathern für reichlich Gesprächsstoff gesorgt. „Die Kirche im Dorf lassen und den Blick über den Tellerrand hinaus wagen, das hat er uns gelehrt“, sagte sie sichtlich gerührt.

Seine Botschaft habe nicht nur in „seinem“ Dorf Spuren hinterlassen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert