Wassenberg - Den Flüchtlingen soll „ein Gesicht“ gegeben werden

Den Flüchtlingen soll „ein Gesicht“ gegeben werden

Von: jwb
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Marianne Stenz, Susanne Schwab, Manfred Winkens, Heijo Schümmer, Petra Jansen, Heinz Willms, Mazen und Herbert Zantis planen das „Fest der Begegnung“ am 11. September auf dem Roßtorplatz. Foto: Bindels

Wassenberg. Die Wetterbedingungen bei der Vorstellung des Fests der Begegnung waren ideal und fanden im Freien statt. Gleiche Bedingungen wünschten sich die Mitarbeiter des Flüchtlingswerks Wassenberg, die teilnehmenden Gastronomen am Roßtorplatz und Bürgermeister Manfred Winkens als Schirmherr für das Fest auf dem Roßtorplatz am 11. September.

„Ich habe gerne die Schirmherrschaft übernommen“, betonte Winkens, auch um die Zustimmung der Stadt Wassenberg zu dem Fest der Begegnung zu bekräftigen. Ansonsten hätten die Mitarbeiter des Flüchtlingsnetzwerks Wassenberg von der Planung bis zu den Sponsorenzusagen und den Programminhalten die Arbeit geleistet. Ein Engagement für das Miteinander und die Integration der Asylbewerber und Flüchtlinge unterstütze er gern.

„Im Rahmen des Festtages wollen wir als Veranstalter in Zusammenarbeit mit den Sponsoren den Asylbewerbern und Flüchtlingen ein Gesicht geben“, erläuterte Herbert Zantis vom Flüchtlingsnetzwerk Wassenberg die Idee, mit Hilfe des Festes das gegenseitige Kennenlernen von Bevölkerung und den Neuankömmlingen zu ermöglichen. Gemeinsam mit den anwesenden Mitarbeiterinnen Susanne Schwab und Marianne Stenz ging Zantis auf die Wertigkeit des Programms ein.

Mit der Unterstützung der NEW Bühne durch die Niederrheinischen Elektrizitätswerke sowie der Bereitstellung und des Betriebs der Beschallungsanlage durch die Karnevalsgesellschaft Kongo sei für die technische Qualität des Musikangebotes gesorgt. Den Bustransfer der Flüchtlinge übernehme die Firma Kremers im Sponsoring kostenlos für die Menschen aus den Krisengebieten.

Musiker aus dem Flüchtlingsumfeld würden sich mit eigenen Beiträgen beteiligen. Für das musikalische Programm sorgen unter anderen ein Kinderchor aus dem Ossenbrucher Weg, „Petra y Carlos“ mit Weltmusik, das Ensemble „Ali Kurdistan“, das Duo „Septuna und Sharei“, „Tabla und Sethar“ mit iranischer Folkmusik, die Gruppe „Romano Trajo“ und „Fatima“ mit ihrer Trommleranimation. Durch das Programm werde Christoph Stolzenberger, Kulturmanager der Stadt Erkelenz, führen.

Mit Unterstützung und für gelebte Empathie und Toleranz werden sich auch die ansässigen Gastronomen beteiligen, die neben ihrer Speisekarte für das Angebot an arabischen, iranischen, irakischen und syrischen Speisen sorgen werden, betonte Zantis. Mazen, der im syrischen Aleppo eine eigene Gastronomie betrieben hatte, werde sich wie viele andere Flüchtlinge selber einbringen und beratend und helfend zur Seite stehen.

„Seit zehn Monaten bin ich hier in Deutschland“, stellte sich Mazen mit seinem Vornamen in gutem Deutsch der Runde vor. Er freue sich auf die Bereitschaft zur Mitgestaltung des Festes durch die Gastronomen Heinz Willms mit Köchin Petra Jansen vom Weinkeller St. Georg, auf Hans Brender vom Landhaus Brender und Heijo Schümmer vom Braukeller und weitere Beteiligten mit ihren kleinen Speise-Angeboten aus den Herkunftsländern der Flüchtlinge. Die Spenden würden erlauben, für jeden Flüchtling Wertmarken in Höhe von 7,50 Euro zur Verfügung zu stellen, um mit der Kostenunterstützung ihre Teilnahme zu ermöglichen, ergänzte Herbert Zantis.

Mit Musik und Essen sei beim Fest am 11. September von 14.30 Uhr bis 20.30 Uhr viel Gelegenheit zum Kennenlernen gegeben, bei dem Ängste abgebaut und Kontakte gefördert werden könnten, waren sich alle Beteiligten einig. Mit viel Engagement wird von allen Seiten ein Fest vorbereitet und geplant, das zum Verständnis für die neuen Mitbewohner in einer neuen – vielleicht auch nur vorübergehenden – Heimat beitragen kann.

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