Dekanatsschützenfest: Beim Feiern steht Heimat im Mittelpunkt

Von: agsb
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Zahlreiche Tüdderner Schützenbrüder wurden anlässlich des Heimatabends für ihre langjährige und verdienstvolle Mitgliedschaft geehrt. Foto: agsb

Selfkant-Tüddern. Die Dekanatsschützenfeste im Selfkant haben ihren eigenen Charakter. Der Auftakt am Freitagabend mit dem Musikfestival durch die Party-Rockband Wildbach aus Tirol und der Kölner Gruppe Kasalla lockte rund 700 Gäste an. Dabei hatten die Kölner Pech bei der Anreise, ein Stau auf der Autobahn sorgte für Verspätung, dafür entschädigte nachher ein wahres Kasalla-Feuerwerk.

Ein volles Festzelt gab es auch beim Heimatabend am Samstag, viele Ex-Tüdderner waren zu Gast. Sogar aus dem österreichischen Imst war Helga Gesov nach Tüddern gekommen. Und am Abend gab es gleich eine Einladung durch Pfarrer Ralf Schlösser. Während seiner Festrede stimmte er plötzlich das Höhner-Lied „Kumm los mer fiere net lamentiere, komm loss us fiere op tueddener Aat“ an. Und alle Besucher staunten ob der Gesangskunst des Pfarrers.

Der Vorsitzende der Tüdderner Schützenbruderschaft, Franz-Josef von Ameln, hatte zum Auftakt des Heimatabends insbesondere die Ehrengäste aus Wirtschaft und Politik sowie die Ehrenmitglieder Johann Hausmanns, Johann Penners und Wilhelm Jessen begrüßt. Der Vorsitzende blickte zurück auf das Heimatfest vor 40 Jahren, da stand ein kleiner Fabian Montz auf der Bühne und trug ein Mundartgedicht vor. Dieser Knirps von damals war jetzt der Schirmherr über dieses Dekanatsschützenfest. Montz freute sich, viele alte Bekannte am Abend wiederzusehen, er pries die lebendige Vergangenheit und das intakte Dorfleben Tüdderns. Er sei stolz, dass ihm die Bruderschaft die Schirmherrschaft über das siebte Dekanatsschützenfest in Tüddern übertragen habe.

Bürgermeister Herbert Corsten lobte ebenfalls in seinem Grußwort den Schützengeist in der Gemeinde Selfkant, auch er würdigte das rege Vereinsleben. So hätten die übrigen Ortsvereine beim Organisieren des Festes mitangepackt. So sah es auch Tüdderns Ortsvorsteher Heinz-Hubert Ruers, der selbst 1982 als Fahrradkind zum ersten Male Dekanatsschützenluft schnupperte. „Wer die Jugend hat, hat die Zukunft, und Tüddern hat Zukunft“, meinte er. Fünf Jungschützen präsentierten die Mundartsprache mit Stückges von „het Schöttejoar“.

Peter Hamacher präsentierte ebenfalls ein Stück Heimatgeschichte mit einer fast unglaublichen Selfkantgeschichte, die sich einst zugetragen hat. Das Rahmenprogramm war unterhaltsam. Die Schützenfrauen Schola Kelleners, Marianne Ruers und Anneliese Schlömer zeigten sich in Theaterstimmung und machten sich lustig über einen Haushalt zu Mitternachtsstunde nach einem Schützenausflug. Der Tanzsportverein Rot-Weiß Tüddern – das sportliche Aushängeschild im Ort – präsentierte Can Can und begeisterte, wie später auch die Diamonds-Girls, auf der Bühne.

Für den musikalischen Part des Abends sorgten der Instrumentalverein Tüddern und der Spielmannszug Havert. Dieser präsentierte unter anderem den Selfkantmarsch, bei dem auch Bürgermeister Herbert Corsten sein Gesangstalent unter Beweis stellte. Mit dem Großen Zapfenstreich endete schließlich der offizielle Teil des Heimatabends.

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