De Höhner rocken zu jeder Jahreszeit

Von: Helmut Wichlatz
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Wieder einmal gastierte die Kölner Stimmungsband „de Höhner“ in der Erkelenzer Stadthalle. Vor großem Publikum präsentierte die Kölner Band altbekannte Hits und neue Stücke. Foto: Passage

Erkelenz. „Mach laut!“, hieß es am Freitag in der Stadthalle. Zu Gast war die Kölner Stimmungsband „De Höhner“, die ihre gleichnamige CD und viel gute Laune im Gepäck hatte. Davon konnten sich auch Karin Kranz, Ralf Niehus und Käthe Stassen überzeugen, die bei einem Leserwettbewerb unserer Zeitung ein persönliches Treffen mit den sympathischen Musikern hinter der Bühne gewonnen hatten.

Die Stimmung beim Händeschütteln und verteilen der Bützchen war bestens, nicht zuletzt, weil der Kölner FC wenige Minuten zuvor das Führungstor im Zweitligaduell gegen Union Berlin geschossen hatte. Inspiriert durch den Erfolg ihres FC präsentierten die sechs Höhner in der voll besetzten Stadthalle dann auch ein Konzert, bei dem es vom ersten Ton an stimmte. Schon mit dem ersten Stück „Das geht nie vorbei“ drehten sie am Stimmungsregler und hielten die Einstellung konsequent im oberen Bereich.

In Erkelenz sind die Höhner auch außerhalb der Karnevalssession gern gesehene Gäste, denn wer die Musiker eher in der fünften Jahreszeit verortet, liegt falsch. Die Musik der Band funktioniert (zumindest im Rheinland) zu jeder Jahreszeit. Mit „Schön, dat de do bes‘“ und „Mir jeht et joot“ ging es weiter. Zwischen den Liedern nutzte Sänger Henning Krautmacher immer wieder die Gelegenheit, um den Fans die eine oder andere Geschichte zu erzählen. Zum Beispiel die vom Opportunisten, der seine Meinung in den Wind schießt. Ihn hat die Band auf dem neuen Album verewigt.

Die bisherigen Veröffentlichungen der Kölner Band füllen schon einige Regalreihen. Trotzdem sind sie immer auf der Suche nach neuen musikalischen Herausforderungen. So ist ihr Programm „Sternzeiten – Himmelhochhigh in et Levve verknallt“, das sie gemeinsam mit dem Roncalli-Direktor Bernhard Paul auf die Beine gestellt haben, von Ende Mai bis Anfang Juni in Aachen auf dem Bendplatz zu sehen. Die Musik gab es vorab schon in Erkelenz.

Die Höhner heizten den Fans ordentlich ein, und natürlich durfte auch ihr legendäres „Wenn nicht jetzt, wann dann“ fehlen. Mit „Wann jeiht dr Himmel widder op“ erinnerte Krautmacher an die Opfer des NSU-Terrors. Denn die Höhner, so zeigten sie, können auch nachdenklich sein. Und genau dafür werden sie von ihren Fans geliebt.

Zu einem richtigen Höhner-Konzert gehört auch, dass Hunderte Kehlen zum „Da simmer dabei, dat is prihimaa!“ ansetzen. Und dass sie textsicher sind, das bewiesen die Erkelenzer. Vor allem die Mischung aus bekannten Hits und neuen Stücken machte den Reiz des Konzertes aus, das den Zuschauern kaum Verschnaufpausen gönnte, bis es dann doch nach gefühlten vier Stunden hieß „Maat et joot“. Zwar fehlten Höhner-Fans dem Einzelhandel beim „Latenight-Shopping“, zu dem der Gewerbering am Freitagabend eingeladen hatte. Aber selbst dafür hatten die Höhner ein Lied, nämlich „Do musste durch“.

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