Mönchengladbach/Hückelhoven - „Das Urvertrauen ausgenutzt“

„Das Urvertrauen ausgenutzt“

Von: ahl
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Mönchengladbach/Hückelhoven. Für vier Jahre schickte das Mönchengladbacher Landgericht einen Mann aus Hamburg wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und Schutzbefohlenen in 92 Fällen ins Gefängnis.

Die Taten liegen teilweise über zehn Jahre zurück. Es geht um den Zeitraum zwischen Mai 2003 und November 2007. Wolfgang Peter O. (inzwischen 55 Jahre alt) war seit 2001 mit der Mutter der beiden missbrauchten Mädchen zusammen, seit April 2002 lebten die Vier als Familie, in der er der Ersatz-Vater wurde, zusammen. Zunächst wohnten sie in Wegberg, später in Hückelhoven.

Die Schwierigkeit für das Gericht war, die Taten richtig zeitlich einzugrenzen. O. hatte zwar grundsätzlich gestanden, dass sich alles so abgespielt habe, wie es in der Anklage stand, konnte sich aber nicht an einzelne Zeitpunkte erinnern.

Als die Taten begannen, war das ältere der beiden Mädchen neun, das jüngere sechs Jahre alt.

Der Mann war bisher strafrechtlich noch nie in Erscheinung getreten und hatte die Taten bereits in der ersten Vernehmung eingeräumt – das werteten die Richter zu seinen Gunsten.

Negativ fiel in die Wagschale, dass es viele Fälle waren – möglicherweise noch mehr als in der Anklage genannt, dass die Mädchen so jung waren, und er „das kindliche Urvertrauen ausgenutzt“ habe, so Richter Helmut Hinz in der Urteilsbegründung.

Außerdem habe sich die Intensität der Taten gesteigert, vom Streicheln des Kindes bis zu intensiveren Handlungen.

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