Das Sturmtief kommt ohne Einladung zum Empfang

Von: mb
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Bürgermeister Michael Stock bei seiner Rede: Der Wegberger Winter­zauber bildete diesmal den Rahmen für den traditionellen Neujahrsempfang in Wegberg. Foto: Baltes

Wegberg. Der erste Gast war ohne Einladung und zu früh gekommen: Sturmtief Elon hatte es sich auf dem Rathausplatz in Wegberg bereits bequem gemacht, bevor die geladenen Gäste eintrafen.

Bürgermeister Michael Stock hatte für den traditionellen Neujahrsempfang eine neue ungezwungene Form – im Rahmen des Wegberger Winterzaubers mit der Eisbahn auf dem Rathausplatz – gewählt, um neben Vertretern von Politik, Unternehmen, Institutionen und Vereinen auch mit den Bürgern das neue Jahr begrüßen zu können. Obwohl der heftige Wind den Regen wie einen Schleier über den Platz trieb und es zeitweise wie aus Kübeln goss, waren etwa 170 Gäste der Einladung gefolgt.

Das angekündigte musikalische Programm versprach Leckerbissen: fetzige Musik der 60er mit Roger’s Fifties on Route 66, flotte Party- und Big-Band-Musik von der Oldy Brass Band und „A tribute to Frank Sinatra“ mit Mr. T. Die Musiker – zwar verhältnismäßig trocken auf der Bühne untergebracht – litten unter dem schlechten Wetter auf andere Weise. Leider hatte fast niemand beide Hände frei zum ­Applaudieren, weil der Regenschirm unverzichtbar war.

Michael Stock fand beim Rückblick auf das vergangene Jahr reichlich Grund zu danken: den Wegberger Bürgern für die herzliche und unvoreingenommene Aufnahme von ihm als neuen Bürgermeister, den unzähligen Freiwilligen in Vereinen, die dafür sorgten, „dass in unserer Stadt immer etwas los ist“, den Unternehmern der Stadt, die „nicht nur durch ihre finanzielle Unterstützung“ auch bei leeren öffentlichen Kassen eine Vielzahl von kulturellen Angeboten ermöglichen würden. Das große Engagement der Feuerwehr hob er besonders hervor, die im letzten Jahr „sage und schreibe 307 mal gerufen“ wurde.

Der Ausblick auf 2015 orientierte sich an den kommenden ­Herausforderungen. Ein attraktiver Schulstandort mit guten Lern- und Betreuungsangeboten führte seine Ausführungen an. Bei den Planungen der Unterbringungsmöglichkeiten für die immer größer werdende Zahl asylbegehender Menschen auf dem früher von den britischen Streitkräften genutzten Gelände in Petersholz sei es ihm ein Anliegen, alle betroffenen Gruppierungen in die Vorgespräche einzubinden. „In den kommenden Wochen werden wir zu einem runden Tisch mit Vertretern der Bezirksregierung einladen.“ Außerdem sei – das hat inzwischen Tradition in Wegberg – die Ausgabensituation im Auge zu behalten, um einer drohenden Haushalts­sicherung entgegenzuwirken. Optimistisch schloss er seine Ansprache: „Gemeinsam werden wir es schaffen, dass unsere Stadt weiterhin liebenswert und leistungsfähig ist und sich zukunftsorientiert entwickelt.“

Höchstpersönlich zapfte Stock den Glühweinkessel an, um mit den Bürgern auf das kommende Jahr anzustoßen.

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