Erkelenz - „Das Stöhnen der Erde“: Ausstellung über Tagebau-Zerstörungen

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„Das Stöhnen der Erde“: Ausstellung über Tagebau-Zerstörungen

Von: hewi
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Ist auch Impuls für eine Diskussionsveranstaltung am 16. Februar: die Ausstellung von Ellen Geiser in St. Lambertus. Foto: H. Wichlatz

Erkelenz. „Das Stöhnen der Erde hören“ lautet der Titel einer Ausstellung, die in St. Lambertus im Anschluss an die Messe eröffnet wurde. Die Ausstellung thematisiert die zweite päpstliche Enzyklika „Laudato si“, in der sich Papst Franziskus mit dem Umgang der Menschen mit der Natur auseinandersetzt.

„Die Menschheit zerstört ihr eigenes Haus“, heißt es in dem Text. Zitate aus der Schrift sind Bildern zugeordnet, die die Zerstörung im Rheinischen Revier eindrucksvoll dokumentieren. Gestaltet wurde die Ausstellung von der Bonner Theologiestudentin Ellen Geiser, die sich intensiv mit der Enzyklika auseinander gesetzt hat. Sie hat die Arbeiten der beiden Fotografen Hubert Perschke und Danijel Sivinjski zusammengestellt, in denen sie sich mit den Folgen des Tagebaus im Rheinischen Revier darstellen.

So wird die päpstliche Botschaft über die Ausbeutung des Planeten und die Zerstörung der Natur anhand realer Beispiele aus der Region thematisiert. „Der Glaube der Christen an die Schöpfung der Welt durch Gott bringt auch eine Verantwortung mit sich“, heißt es im Flyer des Klima-Tischs Erkelenz zu der Ausstellung.

Diskussion am 16. Februar

„Das Thema geht uns alle an“, hatte Pastor Werner Rombach im Gottesdienst betont. Die Stellwände mit den Bildern und Zitaten stehen im Eingangsbereich der Kirche und unter der neuen Orgelempore. Ein kleines Heft informiert über die Hintergründe zur Ausstellung, stellt den CO2-Ausstoß und seine Folgen in greifbaren Zahlen dar und geht auch auf die lokalen Folgen vor Ort in direkter Nähe des Tagebaus ein.

Der Fotograf Hubert Perschke zählt sich zum bürgerlichen Widerstand gegen den Tagebau. Dessen Auswirkungen und den Widerstand der Bürger dokumentiert er seit Jahren in seinen Fotos. Der Mensch müsse sich seiner Verantwortung für die Schöpfung bewusst werden, erläuterte Geiser bei der Eröffnung.

„Wer hinhört, kann das Stöhnen der Erde hören“, erklärte sie. Teil der Ausstellung ist der Schriftzug „Schöpfung“ auf dem Kirchenboden. Ihn bekommt nur mit, wer mit offenen Augen durch die Kirche geht. Wie viele Besucher das sind, wird sich daran ablesen lassen, wie abgetreten die Buchstaben am Ende der Ausstellung sind.

Die Ausstellung in St. Lambertus ist noch bis Mittwoch, 1. März, zu sehen. Der Klima-Tisch Erkelenz lädt zu einer Diskussionsveranstaltung zu dem Thema am Donnerstag, 16. Februar, um 19 Uhr in die Kirche ein.

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