Das Naturerlebnis steht an erster Stelle bei Sportanglern

Von: Sebastian Riechel
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Die Betreuer brachten auch den kleinsten Besuchern das Angeln näher. Beim Casting-Turnier mit der grünen Zielschreibe ging es um zielgenaues Auswerfen der Angel. Foto: Sebastian Riechel

Wassenberg-Effeld. Die Natur entdecken und dabei Naturschutz betreiben wollten knapp 20 Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 17 Jahren beim Naturerlebniswochenende. Organisiert hatte es die Jugendabteilung des Sportanglervereins SAV Erholung Effeld.

Zu Beginn wurden die Zelte auf dem Gelände der Kiesbaggerei Jansen in Wassenberg-Ophoven aufgeschlagen. Der Baggersee ist einer von drei großen Gewässern, die den 500 Mitgliedern des Angelsportvereins zur Verfügung stehen. Danach wurden den jungen Teilnehmern viele verschiedene Aktionen geboten.

Neben dem klassischen Angeln standen der Bau von Vogelhäusern, der Besuch eines Lehrpfads und ein sogenanntes Casting-Turnier auf dem Plan, wo es um das Zielwerfen mit der Angel ging. „Deshalb bezeichnet man das Angeln auch als Sport, der Wurf ist der eigentliche Sport“, erklärte Sebastian Louis, einer von zehn ehrenamtlichen Jugendbetreuern, die zusammen mit den Kindern und Jugendlichen dieses Camp gestalteten.

Seit 2008 baut die Jugendabteilung des SAV ihre Jugendarbeit kontinuierlich aus. Inzwischen bietet sie mehr als zwölf Jugendveranstaltungen im Jahr an. Dazu zählen unter anderem der Bau von Insektenhotels oder das Erstellen eines Fledermausparks. Der Fischlehrpfad Eifel-Rur war ein weiteres Projekt, welches auch vom Bundesfischereiverband mit dem ersten Platz des Bundesnaturschutzwettbewerbs ausgezeichnet wurde.

„Früher hatten die Kinder häufig Eltern, die einen Bezug zum Angeln hatten oder selbst im Angelverein waren. Heute haben wir viele Kinder, deren Eltern nichts mit dem Angelsport zu tun haben. Wir haben dieses Jahr sogar drei Kinder, die noch nie geangelt haben“, erläuterte Sebastian Louis.

Deshalb sei es wichtig, erstmal lehrtechnische Inhalte zu vermitteln und über Grundtechniken zu informieren. Es fange damit an, überhaupt einmal eine Angel in der Hand zu halten oder eine Angel zusammenzubauen. „Gleichzeitig möchten wir aber auch unsere Jugendarbeit präsentieren, die Wichtigkeit der Jugend hervorheben und zeigen, dass Angler keine Mörder sind, sondern aktiv Naturschutz betreiben“, so Louis weiter.

Möglich gemacht werden solche Veranstaltungen durch die Beiträge der Mitglieder, viele Sponsoren sowie den Rheinischen Fischereiverband, der das Camp mit einem eigenen Infostand unterstützte. Als am letzten Tag Betreuer und jugendliche Teilnehmer ihre Zelte abbrachen, gingen sie mit vielen neuen Erkenntnissen nach Hause, die weit über das klassische Angeln hinausreichen.

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