Das Leben Beethovens in Worte und Musik gefasst

Von: gp
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Lutz Görner und die Pianistin Nadia Singer während ihres Gastspiels in der Erkelenzer Leonhardskapelle. Foto: Günter Passage

Erkelenz. Eine Mischung aus Literatur und Musik erlebten die Besucher in der Leonhardskapelle. Lutz Görner rezitierte aus dem Leben und Schaffen Ludwig van Beethovens. Begleitet wurde der geborene Weimarer, der seit 30 Jahren als Rezitator auf deutschen und internationalen Bühnen zu Hause ist und den Worten meist längst verstorbener Autoren zu neuem Leben erweckt, von der Pianistin Nadia Singer.

Locker, in einem schwarzen Hemd und Camouflage-Hose gewandet, betrat Görner die Bühne. In kurzen Worten gab der in Köln Theaterwissenschaften, Germanistik, Kunstgeschichte, Philosophie und Soziologie studierte und auch dort die Schauspielschule besuchte, einen Überblick über das Leben von Beethovens. Danach begrüßte der Rezitator Nadia Singer, die Görners Ausführungen mit Werken von Beethoven am Flügel begleitete.

Während Lutz Görner in seinem neuen Programm dem Publikum das Leben Beethovens an Hand von Briefen und zahlreicher Zitate näher bringt, ist es die Pianistin Nadja Singer, die mit ihrer unglaublichen Technik und Spielsicherheit die Besucher musikalisch überzeugt. Sie interpretierte Beethoven an diesem frühen Abend kraftvoll, sinnlich, frech-frivol, anregend, fantasievoll und virtuos.

Insbesondere verdeutlichte Lutz Görner den Besuchern die Beziehung von Franz Liszt zu Ludwig van Beethoven. Ebenfalls klärte Görner die Zuhörer über Beethoven als musikalisches Genie und dessen elendes tägliche Leben auf, das nach langer Krankheit mit 56 Jahren endete.

Letztlich rezitierte Görner Theodor W. Adorno, der sagte: „Beethoven war ein Kraftgenie. Launisch, ungestüm, sonderbar, bengelhaft, roh, unbescheiden, stolz, eitel, wankelmütig. Heute fremd und kalt, morgen der wärmste Freund. Aber dennoch auch gutmütig, edel und empfindsam.“

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