Das Lächeln bei der schwarzen Null: Haushalt ist ausgeglichen

Von: Norbert F. Schuldei
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Die Stadt Hückelhoven setzt einen Schwerpunkt im Jahr 2014 auf die Entwicklung neuer Wohngebiete. Foto: Stock/Müller-Stauffenberg

Hückelhoven. Sie glauben nicht an die Symbolkraft von Farben? Psychologen sind da ganz anderer Meinung. Aber egal. Nichts zu diskutieren gibt es darüber: Wenn ein Finanzmensch von einer „schwarzen Null“ spricht, ist das für ihn ein Grund zum Strahlen. Denn dann werden keine „roten Zahlen“ geschrieben, die Rechnung ist aufgegangen.

Helmut Holländer strahlt. Er ist Kämmerer von Hückelhoven und hat nach dem Durchrechnen, also dem Zusammenzählen der Einnahmen und dem Abziehen der Ausgaben, eine schwarze Null geschrieben. 82,489 Millionen Euro Einnahmen stehen im Haushalt der Stadt Hückelhoven im kommenden Jahr 82,3 Millionen Euro Ausgaben entgegen. Schwarze Null. Eingerechnet in diese rund 82 Millionen Euro Ausgaben sind die Kosten für die Entwicklung neuer Wohngebiete. Damit sich in Hückelhoven weiter junge Familien ansiedeln können, der Altersschnitt gedrückt wird.

Bürgermeister Bernd Jansen, der von sich selbst sagt, er sei ein „Familienmensch“, nennt das Baugebiet Weidmannsweg als Beispiel, wie er und seine Mitarbeiter solche „Ansiedlungspolitik“ verstehen: „Dieses Baugebiet hat gezeigt, dass die Erschließung von Baugebieten mit überwiegend städtischen Grundstücken auch für den städtischen Haushalt bereichernd ist.“

Das muss man natürlich „übersetzen“, um es zu verstehen: Die Stadt kauft gezielt Land, etwa Ackerflächen, auf und macht dann ein Baugebiet daraus. Die Grundstücke werden mit Gewinn an künftige Häuserbauer weiterverkauft. „Im kommenden Jahr“, sagt Bernd Jansen, „wird der Verkauf von städtischen Baugrundstücken zu einer Nettoverbesserung in der Ergebnisrechnung von rund 1,9 Millionen Euro beitragen“.

Der Bürgermeister sieht darin „ein deutliches Zeichen dafür, dass die Entscheidung in der Vergangenheit richtig war, nicht auf eine Grundstücksentwicklungsgesellschaft zu setzen, sondern die Finanzierung von Baugebieten über den städtischen Haushalt abzuwickeln“. Die Entwicklung weiterer Wohngebiete, das unterstreicht Bernd Jansen, „wird ein Schwerpunktthema im Jahr 2014 sein“.

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