Kreis Heinsberg - Das Interesse der Frauen an der Geschichte Deutschlands ist groß

Das Interesse der Frauen an der Geschichte Deutschlands ist groß

Von: gs
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Interesse an deutscher Sprache und Geschichte: Mit dem Bus machten sich die Kursteilnehmerinnen und ihre Begleiterinnen von Geilenkirchen aus auf den Weg nach Bonn. Foto: Georg Schmitz

Kreis Heinsberg. 27 Teilnehmerinnen der niederschwelligen Deutschsprachkurse, die der Migrationsfachdienst der Integrationsagentur vom Diakonischen Werk des Kirchenkreises Jülich anbietet, machten sich jetzt von Geilenkirchen aus auf den Weg in das Haus der Geschichte in Bonn.

Die Deutschsprachkurse für Frauen mit Migrationshintergrund wurden von der für Geilenkirchen und Übach-Palenberg zuständigen Projektleiterin Natalia Braun organisiert und betreut. Zum Abschluss starteten 27 Kursteilnehmerinnen und die Begleiterinnen Ruth Gehrmann, Laura Diel, Sevim Daban und Natalia Braun zu dem Tagesausflug nach Bonn. Die Frauen trafen sich am Morgen im Café Vielfalt in Geilenkirchen, das ihnen auch sonst immer als Anlaufstelle dient.

Von dort aus ging es mit dem Reisebus zum Haus der Geschichte. Die Führung durch das Museum wurde von den Sprachkurslehrerinnen unterstützt. Sie kamen jedoch nur selten zum Einsatz, viele Informationen aus der Nachkriegsgeschichte wurden von den Frauen gut verstanden. Nachfragen machten deutlich, dass das Interesse an der Geschichte Deutschlands groß ist. Nach dem Museumsbesuch wurde Bonn erkundet.

Die engagierten Kursleiterinnen Laura Diel und Sevim Daban verfügen selbst über einen Migrationshintergrund und können sehr gut auf die individuellen Bedürfnisse der Frauen eingehen. Die Herkunftsländer der Teilnehmerinnen reichten in diesem Jahr von Sri Lanka, China, Rumänien, Türkei, Russland, Polen, Usbekistan, Kirgisien, Italien, Marokko, Kasachstan bis zu Äthiopien.

Im September wurde ein Deutschsprachkurs im Café Vielfalt in der GGS Geilenkirchen eingerichtet. Laura Diel unterrichtete an zwei Vormittagen wöchentlich.Zwei weitere Kurse wurden im Johanniter-Familienzentrum in Erkelenz und Interkulturellen Zentrum in Hückelhoven eingerichtet. Das Angebot stieß bei den Migrantinnen auf großes Interesse, sodass die Plätze schnell belegt waren. Sevim Daban übernahm den Kurs in Hückelhoven und Maria Meurer den Kurs in Erkelenz. Ziel der Deutschsprachkurse für Frauen ist es, die Integration zu fördern, das Selbstbewusstsein und die Ressourcen der Frauen zu stärken und sie zu weiterführenden Maßnahmen, wie den Besuch des Integrationskurses (B1), zu motivieren.

Das Konzept dieser Sprachkurse orientiert sich am Alltag und den Lebenssituationen der Frauen. Die vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge finanzierten Kurse sind sehr praxisnah aufgebaut. Alltagssituation wie Einkäufe, Arztbesuche und Behördengänge werden in Rollenspielen und Dialogübungen geprobt.

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