Heinsberg-Kempen - „Das Da Theater“: Unterwegs mit Tiger, Bär und Tigerente

„Das Da Theater“: Unterwegs mit Tiger, Bär und Tigerente

Von: Johannes Bindels
Letzte Aktualisierung:
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Dass das Lebensglück eigentlich ganz nah liegt, lernen Tiger und Bär auf ihrer Reise nach Panama. Foto: Johannes Bindels

Heinsberg-Kempen. Wenn Tiger, Bär und Tigerente in Kempen singen, dann ist Janoschs „Oh, wie schön ist Panama“ nicht weit. Die vielen Kindern und Eltern bekannte Geschichte handelt von Gefühlen, Sehnsüchten und der Freundschaft. Das Kinder- und Jugendtheater „Das Da“ führte Janoschs Geschichte als Theaterstück in der Bürgerhalle in Kempen auf.

Gespannt warteten die Kinder der Lerngruppe aus dem ersten und zweiten Jahrgang der Janusz-Korczak-Schule des Kreises Heinsberg (Geilenkirchen-Beeck) mit ihrem Lehrerteam auf die spannende und unterhaltsame Geschichte.

„Wir haben uns im Religionsunterricht zuletzt mit dem Thema Freundschaft beschäftigt. Zusammenhalten und sich gegenseitig helfen, das, was Freundschaft ausmacht, wurde besprochen. Da bot sich nun die Aufführung an, weil auch das Theaterstück von Freundschaft handelt“, erläuterte Nadine Weber aus dem Lehrerteam den Anlass des Theaterbesuchs.

Aufmerksam lauschten die Kinder den Dialogen und den Liedtexten und folgten gespannt den gelungenen Darstellungen von Tiger (Michelle Bray), Bär (Philip Butz) und den anderen Tieren in Form von Handpuppen (geführt von Lukas Kleinen).

Kein Regen ist zu nass

„Zusammen macht einfach alles viel mehr Spaß und zusammen ist kein Regen uns zu nass“, lautete einer der Liedzeilen. Und um das Zusammensein drehte sich auch die Geschichte vom Tiger und vom Bär. Zwei Jungen in der ersten Reihe fühlten sich gleich bestätigt. „Wir sind auch Freunde“, bemerkten sie ganz stolz. Die Geschichte ist schnell erzählt.

In ihrem Häuschen am Fluss haben sie es zwar gemütlich und auch alles, was das Herz begehrt. Und wenn sie hungrig sind, geht der Tiger in den Wald, Pilze sammeln oder der Bär zum See, um Fische zu angeln. Beim Angeln fängt der Bär eines Tages eine Kiste, auf der „Panama“ geschrieben steht. Die ganze Kiste riecht nach Bananen. Schon fangen die beiden an zu träumen und denken, dass in Panama das Lebensglück sein wird. So ist klar: Da wollen sie hin.

Ausgerüstet mit einem Kochtopf und der Angel und im Schlepptau die Tigerente, machen sie sich auf den Weg. Unterwegs erleben sie das ein oder andere Abenteuer. Auf ihrem Weg begegnen sie vielen anderen Tieren wie Fuchs, Kuh, Hase, Igel und den Raben. Und jedes Mal fragen sie „Wo geht es nach Panama?“ und erhalten jeweils die Antwort, dass es nach rechts gehe. Das führt dazu, dass sie irgendwann wieder bei ihrem Häuschen angelangen. Das sehen sie nun mit anderen Augen. Denn nun wissen sie um den Wert ihrer Heimat und dass auch dort „Panama“ sein kann. Die Aufführung der Akteure war kindgerecht, fein rhythmisiert durch Dialoge im Wechsel mit Liedvorträgen und getanzten Beschreibungen. Mit wenigen Bühnenaufbauten (Sofa) und Tüchern, die zum Zelt wurden, mit einer drehbaren Landkarte, auf der das Häuschen Start und Ziel symbolisierte, gelang es dem Ensemble, die Fantasie der Kinder miteinzubeziehen.

Unter der Regieassistenz und Tagesspielleitung von Susanne Schreyer wurden Tag- und Nachtlicht gekonnt eingesetzt. So war es nicht verwunderlich, dass einer der Schüler fragte: „Wo kommt denn nun die Sonne her?“

Freuen konnten sich die Mitglieder des Theaters aus Aachen auf eine weitere Aufführung mit begeisterten Kindern in Heinsberg. Der Beifall der Kinder aus der Janusz-Korczak-Schule war ihnen am Ende der ersten Aufführung gewiss.

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