Dank vieler Spenden strahlt Jakobuskapelle wie neu

Von: hewi
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Rund drei Jahre hatte die Sanierung der Jakobuskapelle von der ersten Planung bis zur Vollendung gedauert. Jetzt wurde sie eingesegnet. Foto: hewi

Erkelenz-Wockerath. Die Jakobuskapelle ist ein unscheinbarer Bau, dessen Bedeutung sich dem Betrachter auf den ersten Blick nicht erschließt. Dabei zählt sie zu den ältesten Kirchenbauwerken im Erkelenzer Land. Ihrem Namenspatron, dem Apostel Jakobus, gedachte die katholische Kirche in diesen Tagen.

Nach ihm wurde auch der Jakobsweg benannt, den jedes Jahr tausende Pilger bis nach Santiago de Compostella in Spanien quer durch Europa folgen. Mit ein paar Tagen Verspätung wurde dem Apostel, „der mehr Menschen bewegt als jeder andere“, in einem Dankgottesdienst vor der Kapelle gedacht. Gleichzeitig wurden auch die renovierte Kapelle und die restaurierten Heiligenfiguren des Jakobus, der heiligen Odilia und der Mutter Gottes gesegnet.

Die hölzernen Heiligenfiguren stammen vermutlich aus dem aufgelösten Kreuzherrenkloster Hohenbusch. Dessen letzter Prior, Conrad Ohoven, stammte aus Wockerath und kehrte nach der Auflösung des Klosters durch die Franzosen in sein Heimatdorf zurück. Über die Geschichte der Kapelle informiert auch eine Bronzetafel, die der Erkelenzer Künstler Michael Franke im Auftrag des Heimatvereins angefertigt hat.

Rund drei Jahre hatte die Sanierung von der ersten Planung bis zur Vollendung gedauert. Finan-ziell sprangen der Gemeinde Christkönig und der Kapellengemeinde Terheeg, zu der auch Wockerath gehört, die Volksbank und die Kreissparkasse ebenso zur Seite wie der Landschaftsverband Rheinland (LVR). Pastor Werner Rombach dankte in der Andacht den vielen freiwilligen Helfern, die ihren Beitrag geleistet hatten, um die alte Kapelle in neuem Glanz erstrahlen zu lassen.

Pastor Rombach ging aber auch auf die nicht ganz so heilige Seite des Jakobus ein, der für sich und seinen Bruder Johannes im Himmel einen Platz an Gottes Seite einforderte. Trotzdem gehörte er zu den Auserwählten Aposteln, die die Lehre Jesu in die Welt hinaustrugen. Er starb schon früh den Märtyrertod, wie Rombach betonte. Auf ein Wirken des Apostels in Spanien weise nichts hin.

Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von der Chorgemeinschaft Tenholt, Granterath und Hetzerath unter Leitung von Jürgen Pelz. Nachdem der Altar neu eingesegnet war, wurden dort die Gaben bereitet.

Herbert Günter, Vorsitzender der Kapellengemeinde Terheeg, hob hervor, dass bei der Haussammlung in Wockerath, Terheeg, Mennekrath und Neuhaus ein beträchtlicher Geldbetrag zusammengekommen war. Anscheinend liege den Menschen ihre Jakobuskapelle am Herzen, meinte er. Die wertvollen Heiligenfiguren wurden von Carmen Seuffert und der „Gruppe Köln“ restauriert. Günther Merkens, Vorsitzender des Heimatvereins, sprach von einem „Kleinod, über das die Menschen mehr erfahren sollten“.

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