Damen-Dreigestirn hält es nicht auf den Plätzen

Von: Helmut Wichlatz
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Prima Stimmung in Katzem: „Prinzin“ Iris, Bäuerin Gerlinde und Jungfrau Renate lassen es bei der Galasitzung der Katzeköpp mächtig krachen. Foto: Wichlatz

Erkelenz-Katzem. „Volles Haus“ konnten die Katzemer aus dem Bürgersaal vermelden. Die Gala der Katzeköpp war ausverkauft und die Stimmung entsprechend gut. Pünktlich um 19.11 Uhr marschierten die Offiziellen mit musikalischer Begleitung des Trommler- und Pfeiferkorps ein, allen voran die Moderatoren Wolfgang „Wolli“ Conen und Guido Dürbaum.

Beide waren aber auch so etwas wie Kanzlergattinnen, denn Wollis Gattin Gerlinde ist in dieser Session als Bäuerin dabei. Dürbaums Gattin zeigte als „Prinzin“ Iris, dass sie die Narrenschar und das Geschehen auf der Bühne bestens im Griff hat. Zum ersten Mal in der 160-jährigen Vereinsgeschichte laufen die Katzemer mit einem weiblichen Triforium auf. Dritte im Bunde ist Jungfrau Renate Schmitz, die es ebenso wie „Prinzin“ Iris während einiger Bühnennummern nicht auf den Ehrenrängen hielt. Lieber mischten sie sich unter die Musiker und sorgten für Stimmung auf der Bühne.

Iris legte später mit dem Sänger der Süsterseeler Band Kellerjunges ein Duett hin, das sich hören lassen konnte. Bis dahin würde die Stimmung im Bürgersaal noch einige Male bis an den Siedepunkt ansteigen. Da war es gut, gleich zu Beginn einen Festredner erster Klasse zu haben, der dem Abend einen würdigen Anstrich verlieh.

In dieser Funktion referierte Christian Macharski in seiner Rolle als Hastenraths Will gleich nach dem Auftritt der Nachwuchsgarde über lokale, sehr persönliche, aber auch globale Themen mit der nonchalanten Art eines Würdenträgers und Hobbypolitikers, der inhaltlich wie grammatikalisch gerne mal alle fünfe gerade sein lässt. So recht wollte das Publikum ihn nicht gehen lassen, erwartete es doch noch mehr pikante Einblicke in Wills Seelen- und Eheleben.

Doch die mittlere Garde entschädigte für den Trennungsschmerz und brachte den Saal erneut auf Wohlfühltemperatur. Und die stieg an, als De Klötschköpp aus Köln den Saal von hinten aufrollten, ihre Instrumente unter Strom setzten und loslegten. Es folgte eine halbe Stunde lang ein Hit auf den anderen und mitgesungen werden konnte auch noch.

Und weil das Tanzmariechen der Katzeköpp aus gesundheitlichen Gründen verhindert war, freute man sich umgehend auf die 3 Colonias. Nach dem Motto „Kölsch, Pils, Alt, Hauptsache es knallt“ ließen sie das Publikum erst gar nicht zur Ruhe kommen und hielten es mit ihren Hits und Gags auf Trab. Ein Augenschmaus der eigenwilligen Art war wieder das Katzemer Herrenballett, das gleich nach dem Showtanz der mittleren Garde auf die Bühne stürmte und sich im Laufe des Tanzes der Oberkleidung entledigte.

Danach hatte es Edgar Andres, bekannt als „ne bonte Pitter“ schwer, zu den Zuschauern vorzudringen. Trotzdem erntete er mit seinen Bonmots und Blattschüssen manchen Lacher. Mit den Kellerjunges aus Süsterseel ging die Sitzung in die heiße Phase. Kölsche Lieder über Tische und Stühle und eine textsichere „Prinzin“.

Was will man mehr? Natürlich den Showtanz der „Knallkatzen“. Mit ihrer rasanten Show „Hochzeit im Olymp“ bewiesen sie, dass sich der Zusammenschluss der Tanzgruppen aus Golkrath und Katzem gelohnt hat. Das Publikum hatte nach stehenden Ovationen noch lange nicht genug und ließ danach auch die Band Hätzblatt nicht ohne die eine und andere Zugabe von der Bühne.

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