Dalheim-Kalender: Verbindung von Gegenwart und Vergangenheit

Von: Monika Baltes
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Michael Schulz hat sich einen Modelleisenbahn-Liebhaber als Partner ins Boot geholt, um seinen Kalender mit Bildern und Fotos seines Wohnortes Dalheim „auf die Schiene“ zu bringen.

Wegberg-Dalheim. „Ich kauf' den Dalheim-Kalender, weil im Maja-Kalender nicht der Bahnhof drin war.“ Mit einem Modell-Eisenbahnliebhaber wirbt Michael Schulz plakativ für den Kalender Dalheim 2014 – und hat die Schmunzler gleich auf seiner Seite. Es ist das „dritte Kalenderjahr“ des Kommunikationsdesigners, der in Dalheim lebt. Begonnen hat es eigentlich zufällig.

Für die Weihnachtsbuchausstellung der Katholischen Öffentlichen Bücherei St. Rochus Dalheim wurde er gebeten, eine Weihnachtskarte beizusteuern. Beim Sichten der Fotos, die als Motiv infrage kamen, stellte er fest, wie viel Material er im Laufe der Zeit angehäuft hatte – und beschloss, daraus einen Kalender zu machen.

2012 erschien der erste Kalender, der längst vergriffen ist. „Ich habe sogar selber einen zurückkaufen müssen“, berichtet Schulz und erzählt von den Anfängen. „Mund-zu-Mund-Propaganda“ habe den Verkauf damals unterstützt. 900 Flyer hat er seinerzeit höchstpersönlich in die Briefkästen in Dalheim und Umgebung geworfen.

Nun legt er den Kalender 2014 vor. Mit viel Liebe zum Detail und wunderschönen Fotos stellt er den Zusammenhang zwischen Vergangenheit und Gegenwert her. „Ich denke in Bildern und versuche, mit knappen, gut recherchierten Texten die Themen auf den Punkt zu bringen.“ Seine Ausführungen „garniert“ er mit kuriosen, teilweise noch nie vorher publizierten Dokumenten, die er im Laufe der Jahre aufspüren konnte.

Einige Motive im Kalender gehören streng genommen nicht zum Ortsgebiet, spielen aber für Dalheim-Rödgen eine große Rolle: der angrenzende Meinweg, die Motte Alde Berg in Arsbeck oder das frühere Kolleg St. Ludwig. Seinem Anspruch „jenseits von Rentabilitätsgedanken ein schönes Produkt zu kreieren“, ist er ohne Zweifel gerecht geworden. Nach Erscheinen jedes neuen Kalenders wird der Fundus an Anekdoten, Privatfotos, Plänen und originalen Artefakten mehr. „Das kann weitergehen“, antwortet er auf die Frage, ob es einen Dalheim-Kalender 2015 geben wird.

Schulz wurde in Hamburg geboren, ist von „Haus aus Zeichner“, er hat in der Eifel, im Bergischen Land, Berlin und Düsseldorf gelebt. Nach Dalheim ist er gekommen, weil seine Kinder nicht in der Stadt groß werden sollten. Einen Tag nach der Geburt der ältesten Tochter hat er damals den Mietvertrag in Dalheim unterschrieben. Er lacht: „Wie Maria und Josef haben wir doch noch den richtigen Stall gefunden.“ Das ist jetzt rund 20 Jahre her.

Immer noch ist seine Geburtsstadt Hamburg „die schönste Stadt der Welt“ für ihn, aber „Heimat ist da, wo das Herz ist, wo es Menschen gibt, die einen schätzen.“

Den Kalender wird er mit seinem „Tischlein-deck-dich“, wie er den Verkaufsstand lächelnd bezeichnet, auch in diesem Jahr bei der Weihnachtsbuchausstellung in Dalheim am 9. Und 10. November anbieten. Dort verkauft er auch ein Poster mit Schaubild unter dem Titel „Die Motte Alde Berg – eine Burg im 13. Jahrhundert“. Kalender und Poster sind natürlich auch direkt bei ihm zu beziehen – Bestell-Telefon 02436 /2184.

E-Mail: dalheim2014@web.de

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