Cusanus-Gymnasium: Engagement für fairen Handel gewürdigt

Von: Helmut Wichlatz
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Annika Patz von TransFair überreichte Schülern des Cusanus die Urkunde, die die Schule nun als „Fairtrade School“ ausweist. Foto: Helmut Wichlatz

Erkelenz. Das Cusanus Gymnasium kann sich über einen neuen Titel freuen: „Fairtrade School“. Dafür mussten die Schüler und Lehrer einiges tun, wie sie im Rahmen einer kleinen Feierstunde in der Schule zu berichten wussten.

Annika Patz von der Organisation TransFair, die zur Verleihung der Urkunde nach Erkelenz gekommen war, zeigte sich von dem schon seit Jahrzehnten andauernden Engagement beeindruckt. „Ihr seid Vorbilder“, erklärte sie. Um den Titel beworben hatte sich das Cusanus im September 2014. Die Aktivitäten an der Schule wurden unter die Lupe genommen, bevor sie in den Kreis derjenigen Schulen aufgenommen wurde, die das Prädikat „Fairtrade School“ tragen. Deutschlandweit sind es 169 Schulen. Im Kreis Heinsberg ist das Cusanus die erste Fairtrade-Schule.

In einer Vorstellung gaben die Schüler der Unter-, Mittel- und Oberstufe einen Überblick über ihre Aktivitäten. Diese werden vor allem von der Eine-Welt-AG organisiert. Gegründet wurde die AG von Bruno Bürger. Der ehemalige Lehrer hat teilweise schon Schüler in der zweiten Generation in seiner AG gehabt, wie er erklärte. Die Eine-Welt-AG hat dafür gesorgt, dass Lehrer, Eltern und Schüler am Cusanus Zugang zu fair gehandelten Waren haben, informiert über die Lebens- und Arbeitsbedingungen in der Dritten Welt und in den Schwellenländern und veranstalten die Konzertreihe Circle One.

Alle zwei Jahre findet ein Sponsorenlauf statt, bei dem die Schüler bisher über 34.000 Euro erlaufen konnten. Mit den Einnahmen aus den Konzerten und dem Sponsorenlauf werden auch die Auslandsaufenthalte der Schüler finanziert. Denn die Hilfe findet auch vor Ort in den Partnerprojekten in Brasilien und Indien statt. So ist letztlich die ganze Schule eingebunden in das Engagement für einen weltweit fairen Handel.

Einzelne Schüler stellten in Stichworten die Arbeit in ihren Jahrgangsstufen vor. So wird auch Projektunterricht für die unteren Klassen angeboten, in dem man sich auf Spurensuche macht und recherchiert, wo und vor allem unter welchen Umständen auch bekannte Modelabels ihre Ware herstellen lassen. „Letztlich entscheiden wir alle dadurch, was in unserem Einkaufswagen landet“, betonte die Schülerin Hannah Forg.

Annika Patz erzählte, wie sie selbst mit einem sozialen Jahr nach dem Abitur angefangen hatte. Seitdem ist sie in dem Verein TransFair aktiv und wirbt an Schulen fürs Mitmachen. „Ihr tragt dazu bei, die Idee weiterzutragen und damit auch die Welt zu ändern“, erklärte sie. Ihre Organisation setzt sich für den fairen Handel mit den Menschen aus den Erzeugerländern ein. Die Entscheidergremien der Organisation seien zur Hälfte mit den Produzenten der fair gehandelten Waren besetzt, betonte sie. Darüber hinaus sei Kinderarbeit bei den durch die Organisation vertriebenen Waren verboten. Den Schülern riet sie, weiterhin kritisch zu hinterfragen, woher ein Produkt komme.

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