Cusaner unterstützen Projekt des Flüchtlingshilfevereins

Von: hewi
Letzte Aktualisierung:
11818544.jpg
Unterstützen mit Geld aus dem Sponsorenlauf das Integrationsangebot für Flüchtlinge: die Schüler des Cusanus-Gymnasiums. Foto: hewi

Erkelenz. Ganz sicher waren sich weder Bruno Bürger von der Eine-Welt-AG noch Schulleiterin Rita Hündgen: Wie lange gibt es den Sponsorenlauf am Cusanus-Gymnasium nun wirklich? Sicher waren sie auf jeden Fall, dass bei den sechs Läufen seit 2003 rund 180.400 Euro zusammengekommen sind, in 2015 34.400 Euro.

Mit dem Geld werden Projekte in Brasilien und Indien unterstützt, wie Bürger betonte. Darüber hinaus fließt es aber auch vor Ort in Erkelenz in Projektarbeit. In diesem Jahr habe man sich entschieden, 4000 Euro auch zugunsten der Flüchtlingshilfe zu spenden. Der Verein Willkommen in Erkelenz (W.i.E.) bietet seit Dezember einmal pro Woche nachmittags ein integriertes Freizeit- und Lernprojekt an, bei dem Flüchtlingskinder spielerisch die deutsche Sprache vertiefen und einiges über ihre neue Heimat lernen sollen. Die Schüler verschiedener Altersstufen gehen derzeit zur Gemeinschaftshauptschule, um sich dort auf den Unterricht in deutscher Sprache vorzubereiten.

Deren Leiter Erich Konietzka, war mit einer Abordnung der Schüler gekommen, die derzeit in den Internationalen Förderklassen (IFK) Deutsch lernen, um schnell am regulären Unterricht teilzunehmen. Darüber hinaus wurde ein Freizeitangebot ins Leben gerufen, das Lernen und Spaß an Kultur verbindet. So habe man zum Beispiel einen Ausflug nach Aachen gemacht, gehe Bowlen oder besuche Sehenswürdigkeiten in der Region, berichtete Rolf Schulte-Nover vom Flüchtlingshilfsverein.

Den Machern des Angebotes war wichtig, dass die Schüler nicht nur Geld spenden, sondern auch aktiv in die Arbeit eingebunden werden, betonte Wilfried Mercks von W.i.E.. Bei den Treffen lernen sich die Kinder und Jugendlichen kennen und verbringen Freizeit miteinander oder lernen gemeinsam. Und das mit Erfolg, wie Schulleiter Konietzka betonte. Von den derzeit 62 Schülern seien schon einige fest in den Stammklassen integriert. „Einige haben durchaus das Potenzial, um zum Gymnasium oder zur Realschule zu wechseln“, erklärte er. „Sie haben teilweise schon klare Vorstellungen davon, was sie gerne tun würden. Das reicht von der fundierten Ausbildung bis hin zum Studium.“

Das Kennenlernen sei auch für die deutschen Schüler wichtig, so Schulte-Nover. Denn nach den Vorfällen der Silvesternacht in Köln und anderen Städten habe sich das Bild der Flüchtlinge gewandelt. Neben der Hilfsbereitschaft mache sich oft auch ein gewisses Unbehagen breit, dem man nur durch persönlichen Kontakt entgegentreten könne. Problematisch sei derzeit, wie man den Jugendlichen erklären könne, was am Samstag in Erkelenz passiert. Denn mit der angemeldeten Demonstration Rechter gegen Flüchtlinge kommt auch das „andere Deutschland“ in Erkelenz zu Wort.

„Wir können den Flüchtlingen nur raten, dass sie an dem Tag zu Hause bleiben oder sich in die Reihen der Gegendemonstranten einreihen“, betonte Mercks, der zu den Organisatoren des breitgefächerten demokratischen Bündnisses gehört, das zur selben Zeit wie die sogenannten Asylkritiker in der Innenstadt Flagge zeigen und für ein buntes Erkelenz demonstrieren wird.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert