Christuskirche in Heinsberg wird „Plus-Energie-Haus“

Von: anna
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Über den Besuch von Kirchenvertretern aus der ganzen Welt in der Heinsberger Christuskirche freute sich gestern Pfarrer Sebastian Walde (vorne). Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. Die Klima-Arbeitsgruppe des Ökumenischen Rates der Kirchen, der sogenannte Weltkirchenrat, hat sich zu seinem Jahrestreffen in Deutschland versammelt. Beraten wird auch dieses Mal über gemeinsame Strategien und Maßnahmen in puncto Klimaschutz.

Besuche im Rheinland führten die Gruppe, deren Mitglieder aus den benachbarten europäischen Ländern, aber auch ganz unterschiedlichen Staaten Afrikas, Amerikas und Asiens angereist waren, gestern in den Braunkohlentagebau Garzweiler II, in die evangelische Kirche nach Heinsberg und ins Landeskirchenamt nach Düsseldorf.

In Heinsberg hießen die beiden Pfarrer Martin Jordan und Sebastian Walde sowie Hans Stenzel, Vorsitzender des Mitwelt-Ausschusses im Kirchenkreis, die Gäste willkommen. Als Übersetzer für die internationalen Gäste engagierte sich Richard Brand, Referent für Umwelt, Klima und Energie im Landeskirchenamt.

Der Besucher der Kirche habe schon vom Eingang aus die Möglichkeit, durch die Glasfläche hinter dem Altar durch die Kirche hindurchschauen zu können auf die Schöpfung und auf ein dahinter aufgestelltes, farbiges Fenster, erklärte Walde. Das Glasbild zeige die Verheißung, einst mit Jesus zusammen an einem Tisch zum Festmahl zusammen sitzen zu können. So zeige und predige dieses Gebäude ohne Worte von der Hoffnung, die Schönheit der Schöpfung bewahren zu können auf dem Weg, der zu Jesus führe und der die Menschen begleite, so Walde.

95,4 Prozent Einsparung

Die evangelische Kirche im Kirchenkreis Jülich habe erkannt, dass der Umgang mit der Schöpfung, vor allem bezogen auf den Umgang mit dem Thema Energie, verändert werden müsse, erklärte Stenzel. „Wenn wir ihn nicht verändert hätten, dann hätten wir auch Schuld auf uns geladen.“

Dann stellte Walde den Architekten des Umbaus, Prof. Ludwig Rongen, vor. Rongen informierte über die Ergebnisse der 2012 erfolgten Umwandlung der 60 Jahre alten Christuskirche in ein Passivgebäude. Dadurch habe eine Energieeinsparung von 95,4 Prozent und eine Reduktion des CO2-Ausstoßes von 233 Tonnen pro Jahr erzielt werden können.

Derzeit habe die Kirche einen Heizwärmebedarf von 17 Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter und Jahr. Eine eigene Photovoltaikanlage produziere 24,6 kWh. „Daher kann man von einem echten Plus-Energie-Haus sprechen“, erklärte Rongen zu dem Projekt, das mit dem Besuch des Weltkirchenrats auch global Interesse geweckt hat.

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