Christoph Parade folgt der Einladung

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Hückelhoven. Sollen Schulen reine Bildungszentren oder vielmehr Kulturzentren für die Städte und Gemeinden sein? Diese Frage beantwortete Architekt Prof. Christoph Parade schon Mitte der 60er Jahre mit dem verwirklichten Neubau des städtischen Gymnasiums in der Stadtmitte. Nun sprach er auf Einladung des Ehemaligenkreises im Forum des Gymnasiums Hückelhoven.

Dabei ließ er die maßgeblich von ihm selbst mitgestaltete städtebauliche Entwicklung der Hückelhovener Innenstadt rund um die Bauten von Gymnasium und Rathaus Revue passieren und skizzierte die verschiedenen Bauabschnitte des Gymnasiums bis hin zum 2004 verwirklichten Oberstufengebäude.

Er betonte, dass ihm nicht primär die Form sondern die Funktion der Gebäude und ihre Aufenthaltsqualität am Herzen liegen, wie an zahlreichen Details, etwa am Brunnen im Hauptgebäude oder der üppigen Begrünung des Oberstufengebäudes, zu erkennen sei.

Städtebaulich gruppieren sich die Gebäude von Schule und Rathaus inklusive der Aula, die als „Festsaal der Stadt“ konzipiert ist, um den zentralen Hartlepooler Platz, wobei zu wünschen sei, dass ein letzter noch ausstehender Bauabschnitt einst die Lücke zwischen Aula und Rathaus schließen werde.

Professor Parade sparte auch nicht mit Kritik, so etwa an der ersatzlosen Fällung der Rotbuche auf dem Mittelstufenschulhof oder die durch „schwarze Bretter“ verdeckte Blickachse im Brunnenhof des Hauptgebäudes.

Zum Ende seiner spannenden und anregenden Ausführungen gab er der Schulgemeinde und den Verantwortlichen der Stadt Hückelhoven noch einen Vorschlag mit auf den Weg: Mit relativ geringem Aufwand sei es möglich, das Schrägdach über dem Brunnenhof zu verglasen und künftig durch natürliche Belichtung dessen Aufenthaltsqualität und Nutzungsmöglichkeiten entscheidend zu verbessern.

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