Wassenberg - Christliche Arbeiterjugend macht Flucht und Heimat zum Thema

Christliche Arbeiterjugend macht Flucht und Heimat zum Thema

Von: Anna Petra Thomas
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Fleißig gestalteten die Flüchtlinge im Heim am Ossenbrucher Weg zusammen mit den CAJlern aus Myhl die Puzzleteile. Foto: Anna Petra Thomas

Wassenberg. „Flucht und Heimat“ lautet in diesem Jahr der Schwerpunkt der Arbeit in der CAJ-Gruppe Myhl. „Ein Thema, das uns alle beschäftigt, das für jeden von Bedeutung ist und das jeden ansprechen sollte“, findet nicht nur Laura Stornello, sondern auch ihre Mitstreiter Lukas, Nora und Thomas. „Jeder hat eine Heimat, und sie verlassen zu müssen möchte sich keiner vorstellen. Doch die Flucht ist für einige Realität.“

Um ihr Thema zu visualisieren, wählten die CAJler die Form eines Puzzles aus und verteilten großformatige, weiße Puzzleteile an Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit der Bitte, diese zu bemalen. Dargestellt werden sollte, was wichtig ist im Leben, was das Leben ausmacht. „Welchen Einfluss hat die Heimat auf dein Leben?“, lautete eine dritte Frage.

„Wie sich herausstellte, war es für niemanden leicht, diese Fragen zu beantworten“, erzählt Laura Stornello. „Obwohl es für jeden etwas besonders Wichtiges im Leben gibt, ist es schwer, das auf Papier zu bringen“, sagt sie. „Stellen Sie sich doch auch einmal diese Fragen, und Sie werden es bemerken!“

In Kooperation mit dem Flüchtlingsnetzwerk in Wassenberg führten die CAJ-Mitglieder ihre Aktion auch im Flüchtlingsheim der Stadt am Ossenbrucher Weg in Birgelen durch. „Es war schön zu sehen, dass so viele Kinder Interesse zeigten und uns aufmerksam zuhörten, als wir ihnen die Aufgabe erklärten“, so die Initiatorin des Projekts. Nach kurzem Überlegen hätten sich alle Stift oder Farbe und Pinsel genommen und ihr Werk begonnen. „Viele einzigartige und bunte Puzzleteile kamen schnell zusammen, und alle Kinder wollten noch eines bemalen“, erzählt sie. Noch schöner sei jedoch die Begeisterung gewesen, mit der die Kinder bei der Sache gewesen seien, trotz teilweise noch vorhandener Sprachbarrieren. „Doch mit Händen und Füßen konnten wir und alle verstehen und kamen so zu einem schönen Abschluss.“ Ein zweiter Aktionstag soll nun folgen.

„Im übertragenen Sinne zeigt das Gesamtkunstwerk am Ende eine Gesellschaft, in der jedes Mitglied andere Mitglieder zusammenhält und die durch jedes weitere Mitglied wächst“, erklärt Laura Stornello die Zielsetzung des Projekts. Zum einen werde so die Gleichheit aller Menschen deutlich, zum anderen aber auch die Individualität jedes einzelnen, in einem großen Werk, das zum Nachdenken anregen soll.

Das vollendete Werk soll als Ganzes auf Postkarten gedruckt werden, die zusammen mit den einzelnen Puzzleteilen am Sonntag, 30. August, beim Gemeindefest in Myhl verkauft werden. Der Erlös soll dem Flüchtlingsnetzwerk Wassenberg zugutekommen.

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