Christian Macharski liest aus seinem Krimi „Die Geliebte des Mörders“

Von: hewi
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Autor Christian Macharski hat sein Publikum im Bistro „Kö“ bestens unterhalten. Wie sein Krimi „Die Geliebte des Mörders“ ausgeht, verriet er aber nicht. Foto: Wichlatz

Erkelenz. „Restlos ausverkauft“ konnten die Macher der Leseburg vermelden. Kein Wunder, schließlich hatte sich Christian Macharski mit seinem Dorfkrimi „Die Geliebte des Mörders“ angekündigt und dementsprechend war das Bistro „Kö“ zu ungewöhnlicher Stunde so gut besucht wie selten.

Macharski setzte auf Technik. Denn obwohl das Publikum mit rund 50 Personen wie bei allen Veranstaltungen der Leseburg überschaubar war, kamen Scheinwerfer und der Videomonitor für die Einspielungen des Saffelener Dorfvorstehers und Ermittlers zum Einsatz, als befände er sich wie gewohnt in einer gut gefüllten Halle.

Der Einsatz des Videomonitors erwies sich nicht nur als amüsante Zutat. Vielmehr konnte der „zugeschaltete“ Landwirt auch die Handlungen zwischen den Lesepassagen des Krimis „Die geliebte des Mörders“ füllen und damit sehr zur Unterhaltung des Publikums beitragen. Macharski führte die verschiedenen Charaktere der Geschichte ein, darunter natürlich alte Bekannte wie Kommissar Kleinheinz, Fredi Jaspers und andere Figuren, die man aus den verschiedenen Bühnenprogrammen Macharskis kennt.

Bei „Die Geliebte des Mörders“ handelt es sich um den bislang spektakulärsten Fall des Saffelener Hobbyermittlers, der gerade seinen Bauernhof in eine Ferienpension für Gäste umbaut und daher an sich keine Zeit hat für Mord und Totschlag.

Besonders gut kam der kreative Umgang der Saffelener Dorfbelegschaft mit der deutschen Sprache an. Nicht umsonst hatte Macharski schon zu Beginn darauf hingewiesen, dass man es in der Geschichte mit dem schwersten Fall des Landwirts zu tun bekäme: dem Genitiv.

Der Fall beginnt ganz untypisch im Frankfurter Rotlichtmilieu, bevor er über den Umweg der Kreisverwaltung in Heinsberg dann endlich im Epizentrum des Verbrechens ankommt. Dort ging es auch gleich rasant und in alle möglichen Richtungen weiter. Denn nicht nur Hastenrath hatte alle Hände voll zu tun. Auch in seinem sozialen Umfeld gab es manche Baustelle für die Protagonisten.

Und so erlebten die Zuhörer eine Lesung wie ein Überraschungs-Ei: was zum Lachen, was zum Rätseln und was zum Mitfiebern waren dabei. Und natürlich verriet der Autor nicht, wie die Geschichte ausgeht. Man darf jedoch gespannt sein, womit sich Hastenraths Will in seinem achten Fall herumschlagen muss, der sicher nicht lange auf sich warten lässt.

Nicht lange lässt die Leseburg ihre Fans auf die nächste Veranstaltung warten. Am 29. September präsentieren Frank Rimbach und Christiane Breucker mit ihrem Programm „Liebes Rauschen“ literarische Texte über die Mutter aller Gefühle. Weiter geht es am 24. November mit der Heinsberger Autorin Heidi Hensges, die mit ihrem humorvollen Roman „Ein Herz aus Marmelade“ gerade sehr erfolgreich an die Öffentlichkeit getreten ist.

Vorher steht noch eine Klappstuhllesung auf dem Friedhof an. Die Lesung findet am Freitag, 23. Juni, um 22 Uhr auf dem alten Friedhof an der Brückstraße statt und ist die mittlerweile dritte Mittsommernachtslesung mit verschiedenen Autoren und Texten, die dem Ort der Lesung angemessen sind.

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