Chorkonzert: Mit Präzision und Klangfarbe

Von: Utz Schäzle
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Präsentierte ein abwechslungsreiches Konzert: der Männergesangverein Cäcilia Waldfeucht. Foto: us

Waldfeucht. Der Männergesangverein Cäcilia Waldfeucht hatte bei seinem diesjährigen Chorkonzert unter dem Motto „Pop trifft Klassik“ viel Hochkarätiges zu bieten: Zum einen den Projektchor „WestVocals“ unter der Leitung von Prof. Dr. Hubert Minkenberg, zum anderen den Männerchor Cäcilia Waldfeucht, erstmals unter der Leitung von Dirigentin Hilde Ubben.

Außerdem präsentierten sich Pianist Helmut Misgaiski und Gesangsolist Frank Bischof. „Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann....“ – mit diesem Zitat von Viktor Hugo sahen die Waldfeuchter Sänger diesen Konzertabend als eine Hommage an ihren im April verstorbenen Dirigenten Luuc Karsten.

Intensive Probenarbeit

Der Vorsitzende des MGV Cäcilia Waldfeucht, Johannes Cremer, betonte in seiner Begrüßung, dass der Chor in Hilde Ubben eine erfahrene Dirigentin und Pianistin gefunden habe, die mit dem Männerchor den unter Luuc Karsten musikalisch eingeschlagenen Weg weitergehen möchte. Schon in der Konzertvorbereitung hat sich gezeigt, dass sie mit ihrer intensiven Probenarbeit durchaus neue Akzente bei der gesanglichen Interpretation gesetzt hat.

Das Konzert begann mit den drei Liedern „Untreue“ und „O sacrum convivium“ , die 2009 zur Erringung des Meisterchortitels gesungen wurden, und „Schöne Nacht“, das 2015 zum Meisterchorwettbewerb gesungen wird. Ein anderes Klangbild wurde mit dem Doppelquartett erzeugt, das a cappella die „Nachtmusik“ von Franz Schubert exakt und mit viel klanglicher Qualität sang. Ganz im Stile des traditionsreichen Trientiener Liedgutes sang der Meisterchor die zwei Lieder „La Montanara“ und „Guter Mond“. Zu einem Konzerthöhepunkt wurde das „You raise me up“ mit dem Gesangsolisten Frank Bischofs.

Der jüngste Mitgliedschor im Sängerkreis Heinsberg, die „WestVocals“, hatte seine Konzertpremiere an diesem Abend. Mit Präzision, Klangfarbe, Intonation und Bewegung begeisterte der von Prof. Dr. Hubert Minkenberg geleitete gemischte Chor das Publikum. Mit zeitgemäßer Chormusik, überwiegend aus den Bereichen Pop und Jazz, glänzten die Sänger aus dem Kreisgebiet in jeder Hinsicht. Ob bei „Viva la Vida“ oder bei „If this is it“ oder bei „Breaking up is hard to do“, der Chor klingt gut, tut gut und ist eine Bereicherung für jedes Konzert.

Den zweiten moderneren Konzertteil begann der MGV Cäcilia Waldfeucht mit dem Lied „Weit, weit, weg“. Routiniert und mit viel Fingerspitzengefühl moderierte Johannes Blank, souverän wurde der Chor am Klavier begleitet von Helmut Misgaiski. Solist Frank Bischofs sang das lustige Lied „Im Gesangverein“ und machte schmunzelnd Werbung für den Chor in eigener Sache.

Beim Beatles-Klassiker „Hey Jude“ wurde das Publikum aktiv mit eingebunden und zum Mitsingen aufgefordert. Mit dem amerikanischen Titel „My Evaline“ verwöhnten die Sänger die Schirmherrin des letztjährigen Jubiläumsjahres, Renate Beumers-Rulands, mit musikalischen Schmeicheleien inmitten des Meisterchores.

Ein weiterer Konzerthöhepunkt war der Auftritt des „Nachwuchschores“, bestehend aus Johannes Blank, Frank Bischofs, Leo Cleef und Fred Beulen mit „Rolling Stones Classics“, „I cant get no satisfaction“. Die köstliche Gesangsparodie mit Blockflöte und Stimme war so ganz nach dem Geschmack des begeisterten Publikums.

Der bekannte Beitrag „The Great Pretender“ wurde warmtönig und textverständlich vorgetragen. Der choreigene Solist Frank Bischofs stellte beim „Only you“ sein Können unter Beweis. „Barabara“, eine traditionelle spanische Volksweise, in einem Arrangement von Hilde Ubben, war ein musikalischer Hochgenuss mit klangvollen Stimmen und voller Dynamik. Mit den zwei gefühlvollen Liedern „Het is een nacht“ und „Wir werden uns wiedersehn“ ging das abwechslungsreiche Konzert des MGV Cäcilia Waldfeucht zu Ende.

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