Hückelhoven-Kleingladbach - Chor 77: Tierisches Vergnügen mit Musik und Texten bereitet

Chor 77: Tierisches Vergnügen mit Musik und Texten bereitet

Von: hl
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Hörenswert: Zum Konzert unter dem Motto „Von Tieren und Menschen“ hatte der Chor 77 in die katholische Pfarrkirche in Kleingladbach eingeladen. Foto: Koenigs

Hückelhoven-Kleingladbach. Unter dem Titel „Von Tieren und Menschen“ veranstaltete der Chor 77 in St. Stephanus in Kleingladbach ein Konzert, das sowohl durch sein hohes musikalisches Niveau als auch durch seine für ein Konzert ungewöhnlich humorvollen Beiträge die zahlreichen Zuhörer in der Kirche immer wieder zu Beifall hinriss. Am Ende gab es sogar Standing Ovations.

Im Mittelpunkt des Konzertes stand wenig gehörte Chormusik aus mehreren Jahrhunderten, von der Renaissance bis zur Gegenwart, mit Musik von Rutter, Whitcare und den Beatles. Es ging immer um Tiere, insbesondere um deren von den Menschen ihnen angedichtete Eigenschaften und um das Verhältnis zum Menschen.

Guido Janssen dirigierte seinen Chor mit starker Präsenz, großem Einfühlungsvermögen in die jeweilige Musik, mit starken Impulsen und mit einem Engagement, das sich auf die Sängerinnen und Sänger übertrug. Das traf sowohl zu für die Stücke a cappella als auch für die von Rainer Kind am Klavier begleiteten Werke.

Zwischendurch gab es aber auch viel Humor, sowohl musikalischen als auch solchen mit Texten. Beim letzteren begeisterte Günter van Ool die Zuhörer mit Gedichten von Heinz Erhard, dem großen Komiker mit dem eigenwilligen Umgang mit der Sprache und der hintersinnigen Fröhlichkeit, die er umwerfend komisch vortrug.

Tino Meurer führte ein in den Beitrag „Le Bestiaire“ nach Gedichten von Guillaume Apollinaire und der Musik von Francis Poulenc. Apollinaire zeige auf einfühlsame Weise Parallelen zwischen Tier und Mensch auf. Ebenso einfühlsam interpretierten Thomas Schmidt mit seinem ausdrucksstarken Tenor und Guido Janssen am Klavier diese Parallelen an Dromedar, Ziege, Heuschrecke, Delfin, Krebs und Karpfen.

Gelungene chorische Leistung

Für besondere Heiterkeit sorgten Marlene Wagner (Sopran) und Angelika Meurer (Alt), begleitet am Klavier von Rainer Kind, mit dem Katzenduett von Gioachino Rossini. Ihr Miau, Miau von einem verliebten Kater für eine Katze, die nicht immer seinem Werben folgen mochte, entzückten sowohl durch schauspielerische Fähigkeiten als auch durch die Musik des großen Meisters der italienischen Oper.

Ein begeistertes Publikum erklatschte drei Zugaben. Die Blumen für den Dirigenten waren sowohl ein Dank für eine gelungene chorische Leistung als auch für einen vergnüglichen Abend.

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