Chor 77: Idylle am See und starker Gesang

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Beeindruckendes Konzert: Der Chor 77 tritt im Haus am See in Ratheim auf. Foto: Koenigs

Hückelhoven. „Möge die Musik niemals enden“, so könnte man mit dem Titel eines Sologesangs von Nadine Richter das Konzert überschreiben, das im Haus am See in Ratheim stattfand. Chorgesang und solistische Beiträge standen auf dem Programm des Chores 77, das vor voll besetztem Haus die Zuhörer entzückte.

Das strahlende Sommerwetter, die idyllische Lage am See taten ein Übriges, um eine Atmosphäre zu schaffen, die man als gelungenen Abschluss der diesjährigen Sonntagskonzerte der Stadt Hückelhoven bezeichnen kann. Auch das abwechslungsreiche Programm trug dazu bei, dass das Wort „Langeweile“ wohl niemandem in den Sinn kam.

Stürmischer Beifall

Unter der Leitung von Guido Janssen musizierten Chor und Solisten auf eine Weise, die immer wieder den stürmischen Beifall der Zuhörer herausforderte. Das Konzert begann, entsprechend der Jahreszeit, mit dem Lied des lutherischen Dichters Paul Gerhard in der Vertonung von Max Bruch „Geh aus, mein Herz und suche Freud“, in dem die Schönheit der Schöpfung besungen wird. Diese Schönheit kam auch zum Ausdruck in den folgenden Liedern von „der Nachtigall“ aus dem 16. Jahrhundert und „dem weißen Schwan“ ein Jahrhundert früher. Hier war es vor allem der Melodienreichtum, der die Zuhörer begeisterte.

Mit dem einfühlsamen Schlaflied für ein Seehund-Baby von einem Komponisten unserer Tage (Eric Whitcare); den humorvollen Liedern von einem Krokodil und der lustigen „Madenballade“ nach einem Gedicht von Heinz Erhardt; „Birds“, einem Beitrag der Niederlande zu einem Liederwettbewerb der Eurovision, und einem Medley mit Liedern von Udo Jürgens wurde der Chor 77 seinem Ruf gerecht, ein breit gefächertes Programm zu beherrschen.

Die Lieder des Chores wurden aufgelockert durch Solobeiträge der Sopranistin Nadine Richter, einer Schülerin von Guido Janssen und seit einiger Zeit Sängerin bei der Rock-Cover-Band Glenrock. Sie sang „Angel“ von Sarah McLaghlin und dem schon erwähnten „May the Music never end.“ Ihre ebenso ausdrucksstarke wie kraftvolle Stimme kam auch zum Ausdruck bei zwei Duetten: einmal mit Guido Janssen und einem Song aus dem Musical „Die Schöne und das Biest“ und einmal mit dem Chormitglied Thomas Schmidt, „Aladin: Flieg mit mir um die Welt“.

Thomas Schmidt bewies auch, dass der Chor 77 nicht nur über Chorsänger verfügt. Guido Janssen, der ein sehr präziser und gleichermaßen engagierter Dirigent ist – mit vielen Impulsen zur rechten Zeit –, begleitete mit Rainer Kind, auch einem Chormitglied, die Sängerinnen und Sänger am Klavier. Im Anschluss an das Konzert feierte der Chor 77 sein Sommerfest.

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