CDU will Wildzaun an der B56n bis Pütt

Von: Anna Petra Thomas
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Gut besucht war die Waldenrather Begegnungsstätte bei der Informationsveranstaltung des CDU-Ortsverbands. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg-Waldenrath. Gleich sechs Themen standen auf der Agenda einer Informationsveranstaltung für die Bürger von Straeten und Waldenrath sowie von Erpen, Pütt und Scheifendahl, zu der CDU-Ortsverbandsvorsitzender Dieter Schmitz in die Begegnungsstätte nach Waldenrath eingeladen hatte.

Es ging um die B 56n, um die Flüchtlinge, um Windkraftzonen, um die Agenda 2025, um das Bürgerbegehren gegen die Schulschließungen und um den Ausbau des Gasnetzes. Unterstützung hatte Schmitz am Rednertisch von Bürgermeister Wolfgang Dieder, von den CDU-Stadtverordneten Manfred Fell und Martin Krükel, von Kai Louis aus der Stadtverwaltung sowie von zwei Mitarbeitern des Gasnetzbetreibers Alliander.

Stolpersteine in Waldenrath

Bevor sich Fell der B 56n widmete, informierte er über die aktuellen Arbeiten zum Glasfaser-Ausbau und über die geplante Verlegung von Stolpersteinen in Waldenrath. Eine teilweise Öffnung der B 56n bis zur Abfahrt „Pütt-West“ sei für ihn nicht akzeptabel, so Fell.

Dadurch entstehe eine zu hohe Verkehrsbelastung in der Ortslage Waldenrath. Weiter forderte er einen Wildschutzzaun vom Anschluss bei Janses Mattes bis „Pütt-West“, der derzeit nur für etwas maher als die Hälfte der Strecke vom Anschluss aus geplant sei.

Über die aktuelle Situation der Flüchtlinge informierte Krükel. Danach wurden vor allem aus Straeten Stimmen laut, die sich eine gleichmäßigere Verteilung der Flüchtlinge wünschten. Aktuell sind in Straeten 39 Flüchtlinge untergebracht.

Die Stadt verfolge die Strategie einer möglichst dezentralen Unterbringung, sei aber darauf angewiesen, dass ihr dazu auch Wohnungen zur Miete zur Verfügung gestellt würden, lautete die Antwort aus der Politik. „Sie wollen hier einem Investor einen Gefallen tun!“, lautete der Vorwurf, den sich die Politiker beim Thema Windkraftzonen anhören mussten.

Unverständnis wurde in diesem Zusammenhang vor allem dazu geäußert, dass ein kürzlich erst beschlossener Plan für die vier Zonen in der Stadt jetzt schon wieder mit einer Veränderung beziehungsweise Erweiterung der Zone südlich von Straeten zur Abstimmung stehe.

Unmut wurde zudem laut zum Umstand, dass die Orte Straeten und Waldenrath ganz besonders von der Nachbarschaft zu Windkraftanlagen betroffen sein würden.

Der Bürgermeister erläuterte noch einmal die bekannte Agenda 2025. „Wir können einfach nicht zusehen, dass das Schiff Heinsberg irgendwann in die Überschuldung hineinfährt“, betonte Dieder. In diesem Jahr müsse die Stadt alleine zwei Millionen Euro mehr für die Kreisumlage aufbringen als bisher, merkte er an.

In diesem Zusammenhang verteidigte der Bürgermeister den Ratsbeschluss zur Schließung der Grundschulstandorte Kempen, Porselen und Unterbruch zum kommenden Schuljahr. Er erläuterte zudem das Bürgerbegehren, mit dem aktuell die Schließung von Kempen und Unterbruch vermieden werden soll. Würde dies gelingen, müssten diese Standorte weiter geputzt, geheizt und instandgehalten werden und er sich nachher fragen lassen, was er da gemacht habe, erklärt Dieder.

Zu einem bereits vorhandenen Flächenüberhang komme jetzt noch einmal der hinzu, der sich durch die Schließung der Hauptschule in der Innenstadt ergebe, insgesamt als mehr als 8000 Quadratmeter, so Dieder. „Das Bürgerbegehren ist ein demokratisches Mittel“, betonte er. „Aber ich wüsste dann gerne, wo ich die 8000 Quadratmeter anderweitig einsparen soll!“ Dass der Flächenüberhang sich durch den Umzug der Sonnenscheinschule in die ehemalige Hauptschule wieder vermindert, ließ Dieder in diesem Zusammenhang unerwähnt.

Blieben die Standorte Kempen und Unterbruch vorläufig bestehen, würde Straeten im kommenden Schuljahr keine zweite Eingangsklasse bekommen, die dort jedoch benötigt werde, ergänzte Fell.

Gasnetz bereits bis Aphoven

Das Gasnetz sei derzeit bis zum Kreisverkehr zwischen Heinsberg und Aphoven ausgebaut, erklärten Mitarbeiter von Alliander. In diesem Jahr gehe der Ausbau weiter durch Aphoven. Danach müsse entschieden werden, ob es Richtung Scheifendahl oder Richtung Laffeld weitergehe. Er forderte schon jetzt Interessenten aus Straeten und Waldenrath auf, sich zu melden. 2017 sei ein Ausbau in Straeten möglich, von dort aus könne man „abbiegen“ nach Waldenrath und weiter nach Pütt.

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