CDU verteidigt Wahlkreis sicher

Von: disch
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Glückwünsche für den neuen Bundestagsabgeordneten aus dem Kreis Heinsberg: Christdemokrat Wilfried Oellers (r.) nahm die Gratulation von Landrat Stephan Pusch entgegen. Foto: Anna Petra Thomas

Kreis Heinsberg. Die Bundestagswahl ist am Sonntag im Kreis Heinsberg zu einem Triumph für die CDU geworden. Wilfried Oellers, ihr neuer Kandidat und nun auch Abgeordneter für das Parlament in Berlin, gewann den Wahlkreis 89 Heinsberg souverän mit 53,4 Prozent der Erststimmen und legte damit gegenüber dem Unionsergebnis, das Leo Dautzenberg 2009 erzielt hatte, sogar noch um drei Prozentpunkte zu.

Auch bei den Zweitstimmen waren die Christdemokraten klar tonangebend: Mit 49,3 Prozent verbuchten sie da einen stolzen Zuwachs von 7,8 Punkten.

Als Landrat Stephan Pusch als Kreiswahlleiter, nachdem das ersehnte letzte der 224 Wahlbezirksresultate aus Hückelhoven-Hilfarth eingetroffen war, kurz nach 21.30 Uhr im großen Sitzungssaal des Heinsberger Kreishauses das Endergebnis verkündete, brandete Applaus auf für Wilfried Oellers.

Der 38-jährige Rechtsanwalt freute sich über ein „Traumergebnis“ und machte im Gespräch mit unserer Zeitung drei Säulen aus, auf denen sein Erfolg basiere: Da sei einerseits die Historie mit den CDU-Erfolgen über Jahrzehnte hinweg in diesem Kreis. Andererseits sei es ihm gelungen, sich als neuer Kandidat bekannt zu machen in der Region. Und schließlich habe natürlich auch der Bundestrend zu diesem Erfolg beigetragen. Oellers freute sich über den deutlichen Regierungsauftrag für die Union und die klare Bestätigung für Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Norbert Spinrath, Unterbezirksvorsitzender und zum dritten Mal Bundestagskandidat der SPD räumte ein, dass er sein Wahlziel, den Kreis „rot zu färben“ und das Direktmandat zu gewinnen, klar verfehlt habe. Trotzdem freue er sich, dass die SPD zugelegt habe, sowohl im Bund als auch bei den Erst- und Zweitstimmen im Kreis. Er habe eine gute Stimmung gespürt im Wahlkampf. Woran es gelegen habe, dass sich diese Rückmeldungen nicht im Ergebnis niedergeschlagen hätten, könne er auch nicht erklären.

Linus Stieldorf (18), der Youngster von der FDP, war einfach nur „traurig“. „Man kann es nicht schön reden“, sagte er. Es seien Fehler gemacht worden. Im Wahlkampf hätten die Liberalen vor Ort alles gegeben, aber der Bundestrend habe auch für das schlechte Kreisergebnis gesorgt. Stieldorf zeigte sich aber davon überzeugt, dass Deutschland, Nordrhein-Westfalen und der Kreis Heinsberg eine liberale Partei bräuchten.

Hans Josef Dederichs, der Kandidat der Grünen, räumte ein, dass er nicht erfreut sein könne über dieses Ergebnis. Dies sei eine „Ohrfeige“, vielleicht aber auch die gerechte Quittung für das Wahlprogramm. Dies müsse man einfach selbstkritisch betrachten. Das Ergebnis werde allen, die sich im Wahlkampf für die Grünen engagiert hätten, nicht gerecht.

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