CDU: Schüler haben keine Zeit mehr fürs Freibad

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Die geplante Schließung der Freibäder in Oberbuch und Kirchhoven löste bei vielen Lesern Unverständnis aus. Foto: Daniel Gerhards

Heinsberg. Die geplante Schließung der Freibäder in Kirchhoven und Oberbruch erhitzt die Gemüter. Viele Leser schreiben unserer Redaktion und machen ihrem Unmut und Unverständnis Luft. Ein Grund für die CDU-Fraktion der Stadt Heinsberg, den Beschluss der Gesellschafterversammlung der Stadtwerke Heinsberg vom 20. August noch einmal zu erläutern.

Das veränderte Freizeitverhalten der Bürger habe zu einem dramatischen Rückgang der Besucherzahlen in den Freibädern der Stadt Heinsberg geführt, schreibt die CDU-Fraktion in ihrer Erklärung. Hätten die Besucherzahlen im Jahr 2000 noch bei über 50.000 Badegästen gelegen, so waren es im Jahr 2014 nur noch 21.891 Badegäste. Auch im aktuellen Jahr lägen die Besucherzahlen trotz guten Wetters nur geringfügig höher.

Die Gründe für einen rückläufigen Bäderbesuch sind nach Meinung der CDU der Ganztagsschulbetrieb, der die Jugendlichen extrem zeitlich eingrenze, das veränderte Freizeitverhalten, weil oft beide Erziehungsberechtigte berufstätig seien, die Nutzung mobiler Pools im eigenen Garten und die alternativen Bademöglichkeiten im Umland.

Der gesamte Jahresfehlbetrag aus der Bädersparte beläuft sich im Jahr 2014 auf ein Defizit von 1,2 Millionen Euro, heißt es in dem Schreiben weiter.

Nach Bewertung des Strategiekonzeptes der Firma Altenburg, die die Bädersituation in der Stadt Heinsberg beleuchtet hat und eine erhebliche Überdimensionierung des Angebotes im Vergleich zu Nutzung festgestellt habe, sowie der sich anschließenden einheitlichen Beschlussempfehlung des Arbeitskreises an die Gesellschafterversammlung der Stadtwerke Heinsberg, ist die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Heinsberg zu der Auffassung gelangt, die Entscheidung, das Heinsberger Hallenbad ab dem Jahr 2016 ganzjährig zu betreiben zu befürworten.

„Hierdurch wird gewährleistet, dass das Schul-, Freizeit-, Vereins- und Seniorenschwimmen im Stadtgebiet ganzjährig durchgeführt werden kann.“Die Stadtwerke werden die Freibäder nach Ablauf der Badesaison in diesem Jahr nicht weiter betreiben.

Eine weitere Nutzung der Freibäder an den Standorten Oberbruch oder Kirchhoven ist aus Sicht der CDU-Fraktion möglich, sofern ein schlüssiges Konzept eines Bürgerbades unter der Trägerschaft eines Vereines vorgestellt werde. Sollte kein tragfähiges Konzept vorgestellt werden, werde über die weitere Verwendung der Freibäder zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.

Die CDU-Fraktion habe sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht, heißt es in der Erklärung, sie sieht aber dennoch keine Alternative, als das Grundversorgungskonzept – wie im Gutachten der Fa. Altenburg empfohlen – umzusetzen.

Interessierten Bürgern können das Gutachten ab sofort auf der Homepage der Stadtwerke Heinsberg einsehen.

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