Erkelenz - Burgdach: Nächste Etappe auf dem Weg zum Spendenziel

Burgdach: Nächste Etappe auf dem Weg zum Spendenziel

Von: hewi
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Freude über die nächste Finanzspritze: Volksbank-Chef Dr. Veit Luxem, Ulrich Giesen und Peter Fellmin von den Freunden der Burg und Bürgermeister Peter Jansen. Foto: Wichlatz

Erkelenz. Die Burg braucht ein Dach. Da sind sich die Erkelenzer einig. Denn sonst wird der Turm den Witterungseinflüssen über kurz oder lang nicht mehr standhalten können. Die Freunde der Burg haben sich zur Aufgabe gemacht, die dafür benötigten rund 150.000 Euro durch Spenden zusammen zu bekommen.

Der Vorstandsvorsitzende der Volksbank, Dr. Veit Luxem, überreichte nun bei einem Ortstermin auf der Burg einen Spendenscheck über 5000 Euro, die die Burgfreunde nur zu gut brauchen können. Denn der Vorsitzende Peter Fellmin räumte ein, mit seinem Planziel etwas „optimistisch“ gewesen zu sein. Bis Weihnachten 2014 wollte er die Hälfte der Summe gesammelt haben. Jetzt, knapp drei Monate später, nannte er die Summe von 85.000 Euro, die bislang durch Spenden aus der Geschäftswelt und Bürgerschaft sowie Losverkauf zusammengekommen waren. Nun sprach er von „einem Schritt nach vorne“ und dass er hoffe, mit den Arbeiten noch vor den Sommerferien beginnen zu können.

Bürgermeister Peter Jansen bezeichnete die Volksbank als eine „Stütze der Stadt“, die die gemeinsamen Ziele unterstütze. Dabei sei nicht nur die finanzielle Unterstützung gemeint, denn die Verbundenheit zur Stadt und ihren Symbolen sei groß und habe auch Signalwirkung auf die Bankkunden. „Wir gehören zu den großen Dreien, die immer gefragt werden, wenn es etwas zu tun gibt“, betonte Luxem und meinte neben seinem Unternehmen auch die Sparkasse und die West. „Wir verdienen unser Geld in der Region“, betonte er. „Da ist es nur richtig, dass das Geld auch in die Region zurückfließt.“

Dem Tatendurst der Burgfreunde, die am liebsten schon um Ostern einrüsten und beginnen würden, stehen jedoch nur noch verwaltungstechnische Abläufe im Wege, zum Beispiel ein Bauantrag, der bislang bei der Stadt noch nicht eingegangen ist. Von solchen Details lässt sich Fellmin aber nicht abschrecken und erklärte, dass letztlich alle Veranstaltungen auf der Burg, die für dieses Jahr angemeldet seien, „in Frage stehen“. Neben den rund zwölf Veranstaltungen, die die Burgfreunde selbst ausrichten, sind dies unter anderem eine Maßnahme der Ferienspiele und die Literaturveranstaltungen der „Leseburg“, deren Erlöse bislang auch für das Burgdach gespendet worden waren.

Hier trat Jansen auf die Bremse und erklärte, dass „noch reichlich Luft“ sei, bis mit den Arbeiten begonnen werden könne. Der Stadt als Eigentümerin der Burg obliege es, sich mit den Veranstaltern in Verbindung zu setzen und für Ausweichveranstaltungsorte zu sorgen, wenn es an der Zeit sei. Die Stadt hat bislang die Nutzung der Burg unentgeltlich erlaubt und die Abwicklung den Burgfreunden überlassen. Für diese erklärte Fellmin, dass bislang keine Gebühren genommen worden seien. „Wir setzen auf Spenden“, betonte er. Dass man damit auch schon mal aufs falsche Pferd setzen kann, zeigt sich daran, dass die Spendenziele bislang noch nicht erreicht worden sind.

Vielleicht sind die Erkelenzer auch des Spendens müde. Denn nach Lambertiturm, Orgel und Burgdach soll ja nun auch ein Denkmal auf dem Kreisverkehr Nordpromenade/Brückstraße durch Spenden aus der Bevölkerung finanziert werden. Mit 10.000 Euro fällt es jedoch vergleichsweise bescheiden aus.

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