Burgbergfestival: Publikum klebt an Daniel Wirtz Lippen

Von: rei/agsb
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Beeindruckende Atmosphäre, hervorragende Musik: Das Festival auf dem Burgberg hatte viel zu bieten. Besonders Daniel Wirtz lockte viele Zuhörer vor die Bühne. Foto: Stefan Reiners
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Überzeugender Gesang: Die Gruppe FräuleinwunderPLUS ließ die Herzen der Zuhörer höher schlagen. Foto: agsb
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Gute Stimmung: Das Publikum auf dem Burgberg kam voll auf seine Kosten. Foto: agsb
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„Unkompliziert“: Daniel Wirtz bei seinem Heimspiel. Foto: S. Reiners

Heinsberg. Jede Menge Musik auf dem Burgberg: Beim Festival überzeugen Daniel Wirtz und drei weitere Bands das begeisterte Publikum. Das Burgbergfestival in Heinsberg wurde in diesem Jahr am Freitag von der Heinsberger Band Zero Gravitation eröffnet.

Diese besteht derzeit aus den Gründungsmitgliedern Marc Mevißen (Gesang, Gitarre, Keyboard) und Dana Dohmen und wird bei Liveauftritten aufgestockt, in diesem Falle durch Patrick Czinczoll (Bass), Jörg Hartig (Gitarre) und Yannic Nordhausen (Gitarre, Gesang).

Die fünf Musiker lieferten eine tolle Show, allen voran Frontmann Marc Mevißen, dessen wandlungsfähige Stimme ihn mitunter gar wie James Blunt klingen ließ („See you soon“) und vor allem beim Schlusssong „Rule the World“ viel vom opulenten Coldplay-Sound hatte.

Auf Augenhöhe

Viele mögen da bedauert haben, dass keine Zugabe gegeben werden konnte, aber schließlich wurde das „Heinsberger Eigengewächs“ Daniel Wirtz sehnlichst vom Publikum auf dem fast vollständig gefüllten Burgberg erwartet. Er wurde angekündigt als „einer der angenehmsten und unkompliziertesten Künstler“ und bewies schnell, dass er dieses nicht nur im Fernsehformat „Sing meinen Song“ (von und mit Xavier Naidoo) erworbene Image vollkommen zu Recht trägt.

Er interagierte auf Augenhöhe mit dem auch zwischen den Liedern an seinen Lippen klebenden Publikum und erzählte immer wieder, was ihn zum jeweiligen Text inspiriert hatte. So sang er über Depressionen („Der Feind in meinem Kopf“), „Filmrisse“ nach durchzechten Nächten („Ich weiß es nicht“), nervige Mitmenschen („Du verschwendest meine Zeit“) und was ihn seinerzeit bewegte, das ihn beengende ländliche Leben hinter sich zu lassen („zu wenig Kamikaze“).

„Jede Rockband braucht eine Ballade, und das hier ist meine“, kündigte er den Titel „Richtig weh“ an, um hinterher zu schicken: „Ich musste erst 31 Jahre alt werden, um zu erkennen, dass Tränen kein Zeichen von Schwäche sind.“

Wirtz‘ Musik, bodenständiger Rock mit auch mal drastisch und deutlich formulierten Texten, bedurfte eigentlich keiner Spezialeffekte. Trotzdem wurde beim Schlusstitel „Frei“ den Fans auch optisch ordentlich eingeheizt. Als erste der insgesamt drei lautstark geforderten Zugaben, gab es Hartmut Englers Hit „Wenn Sie diesen Tango hört“, mit dem Daniel Wirtz schon im vergangenen Jahr, beim sogenannten „Tauschkonzert“ den PUR-Frontmann zu Tränen rührte. Und wer nach den letzten Takten von „Mon Amour“ den Burgberg als Erster verließ, wurde auf dem Heimweg noch lange von den anhaltenden Ovationen der vollständig begeisterten Fans begleitet.

Am Samstagabend gab es erneut großen Besucherandrang, weit vor dem Auftritt der Gruppe Lagerfeuer wurden bereits 450 Musikfreunde begrüßt.

Das Ambiente auf dem Burgberg sei grandios, sagte Theo Krings, Leiter der Jugendmusikschule, und versprach eine Musiknacht, die Heinsberg so schnell nicht vergessen werde. Die Gruppe FräuleinwunderPlus trat auf. Sie schreibt eine der vielen Erfolgsgeschichten der Musikschule Heinsberg. FräuleinwunderPlus – mit Marie Randerath, Janine Otten und Paola Pomp – wurde verstärkt durch Markus Bartz und Marc Mevißen. Die Fünf wurden unterstützt von Musikern der Musikschule. Das war ein regelrechtes Schlagerfest mit sagenhaften Stimmen.

Und dann trat das Lagerfeuer-Trio auf. Ende Mai selbst noch Vorband von Stefanie Heinzmann, stand das Trio nun als Schlussakt auf dem Burgberg. Und wie schon im Mai brannte es ein musikalisches Feuerwerk ab.

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