Bunte Bilder für triste Amtsflure: Fotogruppe stellt aus

Von: Monika Baltes
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Model und Foto: Jasmin steht vor den Bildern, die ihre Mutter Natalja Thomas, Mitglied der Wegberger Fotogruppe, im Rathaus zeigt. Foto: mb

Wegberg. Das Dutzend ist voll. Zum zwölften Mal stellt die Fotogruppe Wegberg ihre Bilder drei Monate lang im Rathaus der Mühlenstadt aus und macht damit triste Amtsflure bunt und Behördengänge zum Augenschmaus. Zur Eröffnung der Ausstellung „Querschnitte“ hatten die 16 Mitglieder der Gruppe eingeladen und freuten sich über regen Publikumsandrang, der durch die Flure schlenderte.

Völlig frei in ihrer Themenauswahl waren die einzelnen Mitglieder in diesem Jahr. „Und frei in unserer Präsentation“, freute sich Maurice van den Toren, mit 25 Jahren das jüngste Mitglied der Fotogruppe. „Denn während üblicherweise Rahmen und Passepartouts die Einheit der Gruppe betonen, hatte ich diesmal die freie Wahl und habe mich für rahmenlose Bilder entschieden.“

Komfortzone des Fotografen

Die diesjährige Ausstellung sei so etwas wie die „Komfortzone der Fotografen“, die besonders gelungene Motive, eigene Anliegen und Interessen präsentieren können. Dabei war es genau diese Komfortzone, die er verlassen wollte, als er sich vor vier Jahren der Fotogruppe anschloss. „Ich wollte lernen, Herausforderungen annehmen, Schubladendenken abstellen.“ Ja, er hatte vorher schon einige Zeit fotografiert – aber anders. Vom zu leihenden Equipment habe er profitiert und von der Kreativität der anderen Fotografen. Heute habe er das „Bild im Kopf“, und zwar vor der Aufnahme.

Natürlich sei er enttäuscht, wenn das Bild im Kopf nicht mit dem auf der Speicherkarte übereinstimme. Aber das sporne doch nur zum nächsten Versuch an. In diesem Jahr beteiligt er sich mit dem Thema „Fotos stapeln/zusammenführen“. Natalja Thomas steht mit ihrer Tochter Jasmin, die zudem das „Fashion-Model“ ihrer Fotos ist, vor den eigenen Bildern zum Thema „Crazy-Fashion“. Das sieht aus wie das doppelte Lottchen im Rathausflur. Jasmin trägt extra für die Vernissage eines der verrückt-kreativen Kostüme auf den Bildern, ein Kleid aus Spielkarten. Das Original, wie es leibt und lebt, liefert eine kleine Vorstellung davon, wie kunst- und fantasievoll Thema und Model fotografisch in Szene gesetzt wurden.

Die Fotos von Peter Feuster, dem Leiter und Mitbegründer der Fotogruppe hängen im Aufgang zum Ratssaal und sind – getreu seinem Thema – „einfach tierisch“. Stimmungsvolle Tieraufnahmen in verschiedenen Größen hat er jeweils zum einem Gesamtwerk zusammengeführt, auf dem es eine Menge zu entdecken gibt.

„Wir treffen uns einmal monatlich“, erzählt er ein wenig aus dem Alltag der Fotogruppe. Bilder werden besprochen, fototechnische Probleme erörtert und Exkursionen geplant. „Ehrgeiziger Beliebtheit erfreut sich auch unser interner Wettbewerb um das Foto des Monats zu wechselnden Themen.“ Abgesehen von der Ausstellung im Rathaus würden die Bilder der Fotogruppe auch in verschiedenen Krankenhäusern gezeigt.

Bis zum 29. September werden die Fotos im Rathaus zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen sein und auf Entdecker warten.

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