Bundesstraße 221: 43 Unfälle, 66 Verletzte, ein Toter

Von: Daniel Gerhards
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Viel Verkehr führt zu vielen Unfällen. Trotzdem sind die Unfallzahlen auf der B 221 im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Die Statistik ist für die Polizei aber kein Grund, sich zurückzulehnen, denn es gab in den vergangenen Monaten mehrere schwere Unfälle auf der Bundesstraße – einer endete tödlich. Foto: Daniel Gerhards (3), Georg Schmitz (2)
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Viel Verkehr führt zu vielen Unfällen. Trotzdem sind die Unfallzahlen auf der B 221 im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Die Statistik ist für die Polizei aber kein Grund, sich zurückzulehnen, denn es gab in den vergangenen Monaten mehrere schwere Unfälle auf der Bundesstraße – einer endete tödlich. Foto: Daniel Gerhards (3), Georg Schmitz (2)
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Viel Verkehr führt zu vielen Unfällen. Trotzdem sind die Unfallzahlen auf der B 221 im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Die Statistik ist für die Polizei aber kein Grund, sich zurückzulehnen, denn es gab in den vergangenen Monaten mehrere schwere Unfälle auf der Bundesstraße – einer endete tödlich. Foto: Daniel Gerhards (3), Georg Schmitz (2)
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Viel Verkehr führt zu vielen Unfällen. Trotzdem sind die Unfallzahlen auf der B 221 im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Die Statistik ist für die Polizei aber kein Grund, sich zurückzulehnen, denn es gab in den vergangenen Monaten mehrere schwere Unfälle auf der Bundesstraße – einer endete tödlich. Foto: Daniel Gerhards (3), Georg Schmitz (2)

Heinsberg. Man kann das Gefühl bekommen, dass es auf der Bundesstraße 221 in letzter Zeit besonders oft knallt. Doch dieses Gefühl täuscht ein wenig, meint Michael Okuhn. Er muss es wissen, schließlich kennt der Polizeihauptkommissar von der Verkehrsdirektion der Kreispolizeibehörde die Zahlen zu schweren Unfällen auf der Bundesstraße.

Und die zeigen: Die Anzahl der Verkehrsunfälle mit verletzten Personen geht dort zurück. Insgesamt gab es auf der B221 seit Anfang des Jahres 43 Unfälle mit einem Toten, elf schwer und 55 leicht Verletzten. Im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres waren es 52 schwere Unfälle mit einem Toten, 14 schwer und 59 leicht Verletzten.

Trotzdem widmet die Polizei der B221 besonderes Augenmerk: Die Straße ist eine der Hauptverkehrsadern der Region. Sie hat im Kreisgebiet zwischen Übach-Palenberg und Wegberg eine Länge von 40 Kilometern und sie verbindet Aachen mit Viersen. Allein das sorgt für eine Menge Verkehr. Zusätzlich nimmt sie noch Verkehr von der B56 und der A46 auf. Und auf Straßen, auf denen viel los ist, passieren naturgemäß viele Unfälle.

Ein Beispiel: Ende August will eine Autofahrerin am Ende eines Rückstaus wenden und kollidiert mit einem entgegenkommenden Fahrzeug. Die Folge: ein schwerer Unfall mit Verletzten. Solche Unfälle könne die Polizei nicht verhindern, sagt Okuhn. Man sei nie davor gefeit, dass sich Autofahrer falsch verhalten.

Trotzdem lohnt sich ein genauerer Blick auf einen solchen Fall, denn Staus und Wartezeiten im Berufsverkehr machen manchen Autofahrer ungeduldig. Bei diesem Thema kann Okuhn nur an die Vernunft der Autofahrer appellieren. „Auch im Kreis Heinsberg müssen sich die Menschen daran gewöhnen, dass es zu Staus kommt und dass sie für ihre Fahrt etwas mehr Zeit einplanen müssen“, sagt er. Auf der B221 könnte es noch häufiger zu Staus kommen, wenn die Bagger anrollen, um die A46 nahe Janses Mattes über die B56n an die Niederlande anzuschließen.

Unfallursache Nummer eins sei aber immer noch zu schnelles Fahren. Knapp ein Drittel aller Unfälle im Kreis seien auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen. Deshalb setzt die Polizei auf Tempokontrollen und Prävention (siehe Infobox).

Rigidere Maßnahmen haben die Behörden an Stellen ergriffen, an denen es in der Vergangenheit häufig zu Unfällen gekommen ist. An der Kreuzung bei Janses Mattes war es oft zu Zusammenstößen von Linksabbiegern in Richtung Waldenrath mit dem aus Richtung Heinsberg kommenden Gegenverkehr gekommen. Die Lösung der Unfallkommission: Die Linksabbieger haben nun eine eigene Grünphase, deshalb kommen sie „konfliktfrei“ über die Kreuzung.

Eine weitere Unfallhäufungsstelle gab es an dem Abzweig von der B221 zur Geilenkirchener Straße. Dort richtete man eine Beschleunigungsspur ein, um Auffahrunfälle zu verhindern. Diese Kreuzung ist nach dem jüngsten Zusammenstoß einer Autofahrerin mit einem Wohnmobil erneut zur Unfallhäufungsstelle erklärt worden. Welche Maßnahmen die Behörden dort ergreifen wollen, ist bislang offen.

Obwohl die Unfallzahlen auf der B221 im Vergleich zum vergangenen Jahr zurückgegangen sind, bleiben die Bundesstraßen die gefährlichsten Strecken im Kreis. Zwar passierten im laufenden Jahr gemessen an den absoluten Zahlen die meisten Unfälle mit Verletzten auf Gemeindestraßen (267, auf Bundesstraßen 196). Setzt man die Zahlen in Relation zur Länge des jeweiligen Straßennetzes, zeigt sich aber, dass es auf Bundesstraßen im Jahresschnitt acht Unfälle pro Kilometer gibt, auf Gemeindestraßen sind es lediglich 2,5 pro Kilometer.

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