Bundesschützenfest: Vorbereitungen in Heinsberg laufen auf Hochtouren

Von: Anna Petra Thomas
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Eigentlich hält jede Königin ihr Kleid fürs große Schützenfest geheim. Teri Alhorn vom Hotel Corsten, die zusammen mit ihrem Mann Marc die Schützenbruderschaft St. Lambertus Birgelen im Festzug repräsentiert, gewährt jedoch schon einen Blick auf ihr lindgrünes Outfit. Foto: anna

Heinsberg. Es gibt in diesen Tagen in Heinsberg eine Frau, für die der ganze Trubel um das Bundesschützenfest gleich doppelt aufregend ist: Teri Alhorn ist nicht nur eine der mehreren hundert Schützenköniginnen und -prinzessinnen, die in ihren feinen Kleidern am Sonntag, 10. September, die Kreisstadt bevölkern werden, sondern sie ist auch noch Inhaberin des Hotels Corsten, dem größten Haus am Platz.

„Ausgebucht“, sagt sie strahlend, und das schon seit vier Jahren! Sie ist es nämlich, die alle ganz hohen Würdenträger des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BDHS) beherbergen wird zum höchsten Fest, das dieser katholische Schützenverband zu bieten hat.

Da wären zum einen vom Vorstand des Bundes etwa Dr. Emanuel Prinz zu Salm-Salm aus Rhede als der Hochmeister des BDHS, Bundespräses Monsignore Robert Kleine aus Köln oder Bundesschützenmeister Emil Vogt aus Leverkusen. Zum anderen werden aber auch die noch bis Sonntag herrschenden Bundesmajestäten im Hotel Corsten nächtigen, so zum Beispiel das Bundeskönigspaar Nikolas Rosenstock und Nicole Laut aus Aachen-Laurensberg oder Bundesprinzessin Svenja Dobbelstein aus Stolberg-Zweifall.

Mehr noch als Gastgeberin für diese illustre Schar ist Teri Alhorn zusammen mit ihrem Mann Marc aber auch selbst mitten im Trubel unterwegs, denn die beiden sind das amtierende Königspaar der Schützenbruderschaft St. Lambertus in Birgelen, die ebenfalls am Festzug teilnimmt und nur eine Woche später schon zum Wassenberger Bezirksschützenfest einlädt. Klar, dass sich da auch das Hotel selbst noch mit vielen Luftballons für die Feierlichkeiten herausputzt.

Bundesschülerprinzessin Celin Bosque y Pastor aus Kleve-Reichswalde wird dagegen in der Pension am Dom gleich am Fuße des Selfkantdoms nächtigen. Eigentlich würden immer alle Bundesmajestäten gemeinsam untergebracht. Da die Bundesschülerprinzessin dieses Mal aber einen größeren Hofstaat mitbringen werde, hätten die Kapazitäten im Hotel Corsten nicht mehr gereicht, erklärt Bundesgeschäftsführer Ralf Heinrichs im Gespräch mit unserer Zeitung.

Auf insgesamt acht Häuser der Region

Immerhin sind es 85 Zimmer, 70 Doppelzimmer und 15 Einzelzimmer, die er bereits Jahre im Voraus für den Bundesvorstand und die Majestäten bucht. „Das ist das erste, was ich tue, wenn das nächste Bundesfest vergeben ist“, erzählt er. Da die Vereinigten Schützenbruderschaften als Ausrichter die Aufgabe hätten, ihre hohen Gäste „zu shutteln“, versuche er natürlich, alle möglichst zusammen nah am Ort des Geschehens unterzubringen.

Das war in Heinsberg für ihn natürlich nicht möglich. So verteilen sich die Vertreter des BDHS und die Majestäten jetzt auf insgesamt acht Häuser der Region: Neben dem Hotel Corsten und der Pension am Dom sind dies in der Innenstadt noch die Köpistube, wo Harry Neumann den Bundesstandartenträger aufnimmt, aber auch Häuser weiter außerhalb wie etwa der Landgasthof „Haus Lutgen“ in Waldfeucht-Haaren. Hier freuen sich Hans und Lydia Lutgen darauf, die Vertreter der Bundesorganisation zu empfangen. Weitere Häuser in Dremmen, Oberbruch und Orsbeck stehen auf Heinrichs' Liste.

Insgesamt seien die Hotelkapazitäten in der Region doch immer noch übersichtlich, räumt Ulrich Schirowski ein. Er ist Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Heinsberg (WFG), zu der auch die neu gebildete Tourismus-Abteilung Heinsberger Land gehört. „Soweit ich das beurteilen kann, sind die Hotels bis weit über den Kreis Heinsberg hinaus alle ausgebucht“, sagt er. Das ziehe sich bis nach Viersen, Mönchengladbach und Neuss auf der einen sowie in die Städteregion Aachen und nach Düren auf der anderen Seite. Aber wer von sehr weit anreisen müsse, der sei doch auch froh, in der etwas weiter gezogenen Region mit dann weitaus weniger Kilometern Anreise etwas zu finden.

„Es freut uns sehr, dass wir mit diesem Fest auch das Heinsberger Land als Marke weiter nach vorne bringen können.“ Gerne hätte er die neue Tourismus-Marke für die Region auch aktiv beworben. „Wir hatten einen Stand ins Gespräch gebracht“, erklärt er. Dieser Vorschlag sei aber von den Schützen nicht aufgegriffen worden. So sei die WFG-Abteilung also selbst nicht aktiv eingebunden. Über das Heinsberger Stadtmarketing solle die neue Marke jetzt aber im Festzelt mithilfe von Postkarten beworben werden, erklärt er. „Damit wollen wir darauf hinweisen, dass sich Heinsberg nicht nur für einen Tag, sondern auch fürs Wiederkommen lohnt“, betont Schirowski.

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