Heinsberg - Bundesschützenfest: 15.000 Aktive werden erwartet

Bundesschützenfest: 15.000 Aktive werden erwartet

Von: Anna Petra Thomas
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Bei der Info-Veranstaltung standen die Schützen den Interessierten Rede und Antwort. Foto: anna

Heinsberg. Mit riesigen Schritten geht Heinsberg derzeit einem Großereignis entgegen. Nicht einmal drei Wochen sind es noch, bis die Kreisstadt rund 15.000 Schützen und noch einmal so viele Besucher erwartet.

Die Schützen der Heinsberger Innenstadt, die Vereinigten Schützenbruderschaften St. Gangolfus und St. Johannes von Nepomuk, richten vom 8. bis 10. September das Bundesfest des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BDHS) aus.

Ganze fünf Jahre Planung und Vorbereitung liegen dann hinter Heinsbergs Präsident Siegfried Jansen und seinem Team. 2012 habe man den Zuschlag für das Fest erhalten, erklärte Jansen in seiner Begrüßung zu einer Informationsveranstaltung für die Heinsberger Bürger. Gefolgt waren der Einladung allerdings fast ausschließlich Schützen. Traurig machte das Jansen nicht. „Wir können nicht mehr tun, als eine solch ausführliche Information anbieten“, erklärte er.

Zunächst stellte er seine Bruderschaft kurz vor, deren Gründung am 7. Februar 1400 auf einer Urkunde geschrieben steht. Groß gefeiert worden ist im Jahr 2000 daher schon das 600-jährige Bestehen. 2001 gab es in Heinsberg den Bundesköniginnentag, das zweitgrößte Fest des BDHS, und vor zwei Jahren erst das Bezirksschützenfest mit den mehr als 20 Bruderschaften des Bezirks Heinsberg.

Neben Tausenden von Schützen und Zuschauern werden für den großen Festzug am Sonntag auch rund 3000 Pkw und etwa 250 Busse in der Innenstadt erwartet. Da brauche es auch ein Sicherheitskonzept, von dem beim Zuschlag im Jahr 2012 noch keine Rede gewesen sei, erklärte Jansen.

„Da sind wir von den Ereignissen in Deutschland und in der Welt überrollt worden. Aber wir haben zusammen mit der Verwaltung eine gute Lösung gefunden“, sprach er auch persönlich Dank aus an Ordnungsamtsleiter Wolfgang Paulus, der zusammen mit Udo Schmitz vom Ordnungsamt an der Veranstaltung teilnahm und auch nach der Veranstaltung noch alle individuellen Fragen beantwortete.

Zunächst stellte Jansen die vier wichtigen Veranstaltungsorte des Festes vor: das große Festzelt an der Schafhausener Straße hinter der Realschule, den Parkplatz an der Gangolfusstraße, wo samstags der neue Bundeskönig vorgestellt wird und von wo aus sich nach der heiligen Messe am Sonntag der Festzug in Bewegung setzt, den Parkplatz an der Poststraße, wo beim Festzug der Vorbeimarsch stattfindet, und den Burgberg, wo am Freitag nach dem ökumenischen Gottesdienst in St. Gangolf das Bundesfest mit einem Großen Zapfenstreich eröffnet wird.

Während die Stadt am Freitag und am Samstag für den Verkehr offenbleibt, wird die Innenstadt am Sonntag ab 7 Uhr morgens mit Lkw-Sperren komplett abgeriegelt (siehe Grafik). Die Fahrer hätten Anweisung, niemandem mehr Durchfahrt zu gewähren. „Das wird so beachtet und das geht nicht anders!“, betonte Jansen. Auch die Inhaber von rund 330 Anwohner-Parkausweisen dürften dann nicht mehr auf den für sie ausgewiesenen Plätzen in der Innenstadt parken. Für alle, die an diesem Sonntag nicht mit ihrem Auto fahren wollen, stehen in der Innenstadt andere Parkflächen bereit.

Wer sein Fahrzeug jedoch benötigt, hat dafür vier Parkplätze zur Auswahl: an der AOK, am Bahnhof, an der Gaswerk- oder an der Liecker Straße. Diese Plätze liegen außerhalb des gesperrten Innenstadtbereichs. Das gilt auch für das Parkhaus am Krankenhaus. Hier richteten Jansen und Paulus jedoch einen eindringlichen Appell an die Zuhörer, diese Parkflächen unbedingt für die Besucher des Krankenhauses frei zu lassen. Parkplätze für die Besucher des Bundesfestes würden am Klosterhof eingerichtet und befänden sich zudem an der Kreisverwaltung und auf den Flächen aller Geschäfte und Betriebe im Industrie- und Gewerbegebiet. Weiter Ausweichflächen seien an der Geilenkirchener Straße hinter dem Friedhof vorgesehen.

Züge fahren an diesem Tag in der Zeit von 8 bis 19 Uhr nicht nur wie gewohnt einmal pro Stunde. So können Besucher angenehm quasi bis ins Zentrum des Geschehens anreisen und nach einem Besuch des Festzeltes von der Haltestelle Kreisverwaltung wieder abfahren. Die Fahrzeiten sind zur Minute 01 und 15 ab Lindern sowie zur Minute 21 und 40 ab Heinsberg.

Für den 2,8 Kilometer langen Zugweg nähmen die Schützen der Diözese Aachen mit ihren Musikeinheiten am Sonntag auf der Westpromenade Aufstellung, alle anderen auf dem Parkplatz Westpromenade, erklärte Jansen. Zelebrant der heiligen Messe dort werde auch der Aachener Bischof Helmut Dieser sein. Zusätzlich vom Bund verpflichtete Musikeinheiten würden von der Apfelstraße aus vor dem Rathaus in den Zug eingeschleust. „Jegliche Art von Tieren oder Fahrzeugen sind im Zug verboten!“, betonte Jansen mit Blick auf zahlreiche Anfragen dieser Art, die ihn derzeit erreichen würden. Und auch die 120 Plätze auf der Tribüne für den Vorbeimarsch seien bereits vergeben und nur mit einer Zugangskarte erreichbar.

Etwa dreieinhalb Stunden werde sich der Zug durch die Stadt bewegen, erklärte Jansen. Da sei es vielleicht schöner, sich einen Platz etwas außerhalb zu suchen statt in sechster Reihe auf der Hochstraße. Dort könne man dann auch seinen Stuhl aufstellen, schmunzelte er. Und noch einen Tipp hatte er: Außer auf der Hochstraße selbst werden die Heinsberger Schützen zur besseren Orientierung für die Besucher überall da, wo der Festzug entlang zieht, noch jeweils zwei rot-weiße Fahnen an den Laternenmasten anbringen.

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