Heinsberg-Pütt - Bürgerwindrad erzeugt jetzt Strom für 1800 Haushalte

Bürgerwindrad erzeugt jetzt Strom für 1800 Haushalte

Von: Anna Petra Thomas
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Das erste Heinsberger Bürgerwindrad ist 178,5 Meter hoch, und sein Rotor hat einen Durchmesser von 117 Metern. Foto: Anna Petra Thomas
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Niklas Buding nahm im Beisein der Verantwortlichen für das Projekt das erste Heinsberger Bürgerwindrad offiziell in Betrieb. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg-Pütt. Mit einem großen, roten Startknopf durfte der Niklas Buding (7) aus Kirchhoven als jüngstes anwesendes Mitglied der Genossenschaft „Bürgerwindenergie Heinsberg“ das erste Heinsberger Bürgerwindrad im Rahmen einer kleinen Feier direkt am Fuß des Windrads offiziell in Betrieb nehmen.

Zusammen mit der Unternehmensgruppe Frauenrath und der BMR Windenergie GmbH & Co. KG hatte die Kreissparkasse Heinsberg im vergangenen Jahr die Genossenschaft initiiert. Bereits seit Anfang dieses Jahres produziert das Windrad Strom. Seine technischen Details sind imposant: Insgesamt ist es 178,5 Meter hoch. Die Nabenhöhe beträgt 120 Meter. Der Rotor, bei dem jedes der drei Blätter alleine elf Tonnen wiegt, hat einen Durchmesser von 117 Metern. Mit seiner Energieproduktion kann es rund 1800 Haushalte mit Strom versorgen.

„Durch diese Stromerzeugung können jährlich rund 5100 Tonnen des Klimagases CO2 eingespart werden“, erklärte BMR-Geschäftsführer Guido Rulands. 1,25 Millionen Euro hatten insgesamt 93 Genossen mit Anteilen zwischen 5000 und 25 000 Euro zu der Gesamtinvestition von 4,75 Millionen Euro beigetragen.„ “

41 Mitglieder der Genossenschaft würden aus dem Stadtgebiet Heinsberg stammen, betonte Thomas Pennartz, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse, 52 weitere aus den umliegenden Orten außerhalb des Stadtgebietes. Damit würden von dieser „attraktiven und nachhaltigen Investitionsmöglichkeit“ insbesondere Bürger der Stadt und des Kreises Heinsberg profitieren. „Damit hat die Genossenschaft eine regionale Eigentümerstruktur, die Tag für Tag sehen kann, wie ihr Geld für sie und die Umwelt arbeitet.“

Die Stadt Heinsberg begrüße dieses Finanzierungsmodell, erklärte Heinsbergs Leitender Stadtrechtsdirektor Hans-Walter Schönleber. „Zahlreiche Bürger haben durch ihre Einlagen dazu beigetragen, die Akzeptanz der Windenergie in der Bevölkerung zu erhöhen.“

Das Bürgerwindrad sei eines von insgesamt 19 Windrädern, die in diesem Jahr auf dem Gebiet der Stadt Heinsberg errichtet worden seien, so Schönleber. Bisher habe es hier nur fünf kleine, in den 1990er Jahren errichtete Windräder auf einer Fläche zwischen Straeten und Uetterrath neben der B 221 gegeben. „Diese geringe Anzahl von Windenergieanlagen entsprach jedoch mittlerweile nicht mehr den Anforderungen, die im Zuge der Energiewende gestellt wurden, um den Anteil regenerativer Energie beträchtlich zu erhöhen.“

Daher habe sich die Stadt Heinsberg entschlossen, der Windenergienutzung eine neue Grundlage zu geben mit der Ausweisung von vier sogenannten Potenzialflächen, die künftig der Errichtung solcher Anlagen vorbehalten sein sollen. Diese Flächen befinden sich zwischen Laffeld und Pütt, wo jetzt auch das Bürgerwindrad steht, zwischen Straeten und Uetterath, zwischen Waldenrath und Straeten sowie zwischen Uetterath und Randerath. Insgesamt stünden jetzt knapp 175 Hektar zur Verfügung, was knapp zwei Prozent der Fläche Heinsbergs entspreche, so Schönleber. Inzwischen seien nahezu alle für die vier Konzentrationsflächen geplanten Anlagen errichtet worden. 

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