Bürgermeister Wolfgang Dieder zollt der Feuerwehr Respekt

Von: Anna Petra Thomas
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Zahlreiche Ehrungen, Beförderungen und Bestellungen in neue Funktionen prägten die Tagesordnung der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Heinsberg in der Mehrzweckhalle in Unterbruch. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. Ein Rückblick auf das Jahr 2016, der Blick in die Zukunft sowie zahlreiche Ehrungen, Beförderungen und Bestellungen in neue Funktionen standen auf der Tagesordnung der Jahreshauptversammlung der Heinsberger Freiwilligen Feuerwehr in der Mehrzweckhalle in Unterbruch.

Der Begrüßung durch Ralf Wählen, den Leiter der Feuerwehr, folgte eine Ansprache von Bürgermeister Wolfgang Dieder. Er ging zunächst auf die zuvor erfolgte Anhörung ein. Dabei hatte sich die Versammlung einstimmig dafür ausgesprochen, den stellvertretenden Wehrleiter Hans Leo Schreinemachers für weitere sechs Jahre in seinem Amt zu bestellen.

„Ich gratuliere zu diesem überzeugenden Vertrauensbeweis“, so Dieder. Neben den bekannten Mitarbeitern der Stadtverwaltung stellte er der Versammlung auch Alexander Reiners vor, der im Herbst die Nachfolge von Wolfgang Paulus als Leiter des Ordnungsamtes antreten wird.

Dann wandte er sich an die anwesenden Kameraden der Feuerwehr: „Auf Ihre Leistungen sind wir angewiesen“, erklärte er, „denn ohne Ihre Bereitschaft zu außergewöhnlichem und ehrenamtlichem Engagement wäre unsere Sicherheit nicht gewährleistet, könnten wir nicht ruhig schlafen und wäre unser Gemeinwesen um Vieles ärmer.“

Zu mehr als 400 Einsätzen ist die Feuerwehr im vergangenen Jahr gerufen worden. Insgesamt sind 650 Einsatzkräfte aktiv, davon 141 in der Jugendfeuerwehr. Sein Dank ging aber auch an die Arbeitgeber, die diesen freiwilligen Dienst ermöglichen, und an die Familien, die Belastungen des Dienstes mittragen.

Blick in die Zukunft

Was die Ausrüstung betreffe, seien 2016 insgesamt 3,62 Millionen Euro zur Verfügung gestellt worden, unter anderem für neue Fahrzeuge in Kirchhoven und Dremmen, für einen neuen Kommandowagen und ein Mannschafts-Transportfahrzeug. Zudem sei ein neues Feuerwehrgerätehaus für die Löschgruppe Aphoven/Laffeld/Scheifendahl im Bau. In diesem Jahr soll die Umstellung auf die neue, digitale Funktechnik abgeschlossen werden.

Zudem sollen zwei neue Einsatzfahrzeuge für Oberbruch und Heinsberg-Mitte angeschafft werden. „Ich denke, in Anbetracht dieser Zahlen und Fakten können wir beruhigt resümieren, dass wir hier in Heinsberg zum Erhalt eines gesicherten Feuerschutzes in unserer Kreisstadt weiterhin den richtigen Weg beschreiten“, schloss er. Nach Grußworten von Ortsvorsteher Jupp Hansen und dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Claus Vaehsen sprach der Leiter der Feuerwehr.

Fehlender persönlicher Umgang

Wählen ließ auch besorgte Worte folgen. So sei die Bereitschaft zu Lehrgängen sowohl bei Teilnehmern als auch bei den Ausbildern „spürbar zurückgegangen“, stellte er fest. Einen Grund sieht er im Umgang miteinander: „Heute wird gechattet, gepostet, getwittert und in Gruppen geschrieben. Manchmal fehlt dadurch der persönliche Umgang miteinander.“ Was Führungspositionen betreffe, gebe es zu wenige Ausbildungsmöglichkeiten.

„Hier ist unter anderem die Politik gefragt, die Situation muss verbessert werden“, betonte Wählen. Abschließend sprach er der Heinsberger Feuerwehr jedoch ein Lob für die erbrachten Leistungen aus. „Wir sind auf einem guten Weg, dürfen uns aber nicht ausruhen, sondern müssen immer wieder für Verbesserungen offen sein.“

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