Heinsberg - Bürgermeister Wolfgang Dieder erhält den Fahrgastpreis von Pro Bahn

Bürgermeister Wolfgang Dieder erhält den Fahrgastpreis von Pro Bahn

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Pro Bahn-Landesvorsitzender NRW, Michael Bienick (rechts), überreichte Bürgermeister Wolfgang Dieder den Fahrgastpreis. Foto: Herwartz

Heinsberg. Die Züge rollen noch gar nicht, doch für Heinsbergs Bürgermeister Wolfgang Dieder läuft es schon prima. Denn gemeinsam mit AVV-Geschäftsführer Hans-Joachim Sistenich erhielt er jetzt den Fahrgastpreis von Pro Bahn für die Reaktivierung der Bahnstrecke Lindern – Heinsberg. Dieder wurde der Preis am Montag an den Bahngleisen überreicht.

Wie in jedem Jahr zeichnet der Fahrgastverband Pro Bahn „herausragende Leistungen im Öffentlichen Personenverkehr“ aus. Und da im Kreis Heinsberg bis zum Sommer eines der größten Reaktivierungsprojekte in NRW Gestalt annehmen soll, geriet die Stadt natürlich ins Visier. Die Bauarbeiten für sieben neue Bahnhöfe bzw. Haltepunkte an der cirka 13 Kilometer langen Strecke sowie die Elektrifizierung laufen derzeit auf Hochtouren.

„Enorme Entwicklungspotenziale in Sachen Attraktivität und Zentralität“, sieht der Pro Bahn- Landesvorsitzende NRW, Michael Bienick, bei dem Projekt für Heinsberg. Im Stundentakt werde man zukünftig mit direkten Zügen Heinsberg – Aachen von früh morgens bis spät abends fahren können.

Die Elektromobilität sei in aller Munde. Politiker und Verbände forderten deutschlandweit vollmundig den Ausbau und die weitere Förderung der E-Mobilität. „Im Kreis Heinsberg wird nicht nur über die E-Mobilität geredet, sondern Elektromobilität umgesetzt“, so Bienick. Neben den ökonomischen und ökologischen Vorteilen einer elektrifizierten Eisenbahnstrecke sei die Oberleitung zeitgleich Garant für einen aktiven Lärmschutz und Abgasvermeidung. Außerdem beträfen die steigenden Kraftstoffpreise auch den öffentlichen Verkehr. Die Elektrifizierung von Bahnstrecken sei damit immer ein Stück weit Zukunftssicherung.

Zudem wirke die Bahnstrecke im Hinblick auf soziale Aspekte positiv: Wie soll die Mobilität innerhalb einer alternden Gesellschaft sichergestellt werden? Wie sollen Menschen möglichst umweltfreundlich von Heinsberg zu ihrer Arbeitsstelle, zur Schule, zur Hochschule oder Universität pendeln können? Fragen, die nach einer Antwort verlangten. Für weite Bevölkerungsteile, die zur Arbeit oder zum Studium nach Aachen pendelten, sei eine schnelle und direkte Bahnverbindung eine attraktive Alternative zum Pkw. Zudem würde dem demographischen Wandel Rechnung getragen.

Pro Bahn spricht allen Projektakteuren ein großes Lob aus für die Offenheit, Transparenz und Bürgernähe bei den Planungen. Genau jene Aspekte führten zur hohen Akzeptanz in der Bevölkerung. „Die Stadt Heinsberg hat eine ungeheure verkehrsplanerische Weitsicht bewiesen.“ Heinsberg habe damit eine Vorbildfunktion für die ganze Region.

Bürgermeister Dieder nahm die Auszeichnung gerne entgegen. „Es ist eine Bestätigung für die Arbeit aller Beteiligten, denen ich an dieser Stelle Dank sagen möchte“, erklärte er.

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