Bürgermeister Jansen lobt: Stadt hat sich hervorragend entwickelt

Von: hewi
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Bürgermeister Peter Jansen (hinten im Bild) nutzte das Schöffenessen, um das vielfältige Engagement der Erkelenzer zu loben, aber auch um auf die zunehmende Aggression in der Gesellschaft hinzuweisen. Foto: hewi

Erkelenz. Das Schöffenessen im Alten Rathaus, zu dem Bürgermeister Peter Jansen eingeladen hatte, begann mit einem Gedenken an die Opfer des Terroranschlags auf einen Berliner Weihnachtsmarkt. Neben Gästen aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung waren auch viele Bürger eingeladen, die sich auf die eine oder andere Art zum Wohle der Allgemeinheit einbringen.

Jansen nutzte seine Ansprache, um auf das vielfältige gesellschaftliche Engagement der Erkelenzer sowie auch die zunehmende Aggression in der Gesellschaft hinzuweisen. „Respektlosigkeit, Aggression und Gewalt nehmen zu“, betonte er. Dies erlebten auch Menschen, die im Dienst der Allgemeinheit stehen, erklärte er und verwies auf jüngste Beispiele aus dem Amtsalltag: Ein Mitarbeiter des Jugendamtes war vor wenigen Tagen körperlich angegriffen worden. Doch auch andere Mitarbeiter der Stadt seien regelmäßig der zunehmenden Gewaltbereitschaft aus der Bevölkerung ausgesetzt.

„Was passiert in unserer Wohlstandsgesellschaft gerade?“, fragte er die rund 140 geladenen Gäste. Es sei der Glaube an das Positive, der das Handeln der Akteure leiten müsse, betonte Jansen. Rückblickend könne man sagen, dass in 2016 viel geleistet worden sei. Die Stadt habe sich „hervorragend entwickelt“ und erstmals liege die Einwohnerzahl über 46 000. Darin sah er eine Bestätigung der Politik, die Familien fördere und Unternehmen stärke sowie attraktive Wohn- und Arbeitsumfelder schaffe. Dazu gehörte auch, dass die Kriegsflüchtlinge in Erkelenz aufgenommen und versorgt wurden.

Derzeit leben rund 700 Flüchtlinge in Erkelenz. Diese zu integrieren gelinge auch dank des ehrenamtlichen Engagements der Bürger. „Viele Menschen haben in den 1050 Jahren seit der ersten urkundlichen Erwähnung Verantwortung getragen und positiv gewirkt“, betonte Jansen. Einen Einblick in die Stadtgeschichte hatte auch die Übersetzung der Baux-Chronik gegeben, mit der der Heimatverein zu den Jubiläumsfeierlichkeiten im September beigetragen hatte.

Andere Erkelenzer wie Dominik Mercks, Raphael Meyersieck oder Stephan Jopen seien gerade dabei, in Erkelenz und über die Stadtgrenzen hinaus Zeichen zu setzen. Jansen gedachte auch dem verstorbenen Ehrenbürger Prälat Arnold Poll sowie dem vor wenigen Wochen plötzlich verstorbenen Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Hans-Josef Mertens.

Der geplante Zweckverband der Tagebauanrainer Mönchengladbach, Erkelenz, Titz und Jüchen sei ein Beitrag zur Gestaltung der Zukunft in der Region, betonte Jansen auch in Richtung der Bürgermeisterkollegen, die zum Schöffenessen gekommen waren. Zu den Gästen zählten auch die Bundes- und Landtagsabgeordneten, die Bürgermeister der Nachbarkommunen und Landrat Stephan Pusch. Musikalisch umrahmt wurde das Schöffenessen, bei dem es traditionell Grünkohl und Wurst gibt, vom Chor „Le Colisée“ unter der Leitung von Dr. Thomas Kalisch. Die Spenden des Abends wurden für die Flüchtlingshilfe im „Ort der Begegnung“ gesammelt.

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