Heinsberg - Bürgerbegehren: Freibadretter geben Unterschriften nicht ab

Bürgerbegehren: Freibadretter geben Unterschriften nicht ab

Von: anna
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Alfred Geiger sprach im Beisein weiterer Freibadretter mit Wolfgang Dieder und nahm dann die Unterschriftenlisten wieder mit. Foto: anna

Heinsberg. Eigentlich wollten die Freibadretter aus Oberbruch in dieser Woche ihre bisher im Rahmen ihres Bürgerbegehrens gesammelten Unterschriften an Bürgermeister Wolfgang Dieder übergeben – sechs Wochen nach Antragstellung, genau so, wie es die Schulretter getan hatten.

Dabei hätten auch sie drei Monate Zeit gehabt, um die nötigen Unterschriften zu sammeln. Mit rund 4000 Unterschriften statt der knapp 2500 benötigten machten sich die Vertreter der Freibadretter also auf den Weg in die erste Etage des Rathauses zum Büro des Bürgermeisters. Dort angekommen, hielt Alfred Geiger seinen Ordner jedoch fest in Händen und kündigte dem Bürgermeister zunächst eine Erklärung an. Man sei gekommen, weil man einen Termin zur Abgabe der Listen mit den Unterschriften vereinbart habe, begann Geiger. „Wir haben uns eine verkürzte Frist von sechs Wochen selbst auferlegt, um die benötigte Mindestanzahl von Unterschriften zu sammeln.“

Nun habe jedoch der CDU-Fraktionsvorsitzende Norbert Krichel nach der Bürgerversammlung in der vergangenen Woche in der Oberbrucher Festhalle ein sehr intensives Gespräch mit dem Vorsitzenden des Oberbrucher CDU-Ortsverbands, Hamid Alishahi, geführt. Daraufhin habe Alishahi die Freibadretter kontaktiert mit der Mitteilung, dass die CDU-Fraktion durchaus Interesse habe, gemeinsam mit den Freibadrettern einen Kompromiss zu finden. „Er hat uns gefragt, ob wir dieser Bitte nachkommen können“, so Geiger weiter. „Da wir weiterhin fair und sachlich miteinander diskutieren möchten, kommen wir seiner Bitte gerne nach.“

Die Freibadretter seien daher bereit, die Unterschriftenlisten vorerst nicht abzugeben. „Damit können wir diese gewonnene Zeit für eine gemeinsame Kompromissfindung nutzen“, schlug er vor und fragte den Bürgermeister, ob er bereit sei, möglichst kurzfristig durch Krichel ein weiteres Treffen mit den „erforderlichen Teilnehmern“ organisieren zu lassen. „Wenn Sie jedoch sagen, es gibt keinen Weg, dann lassen wir sie da“, schloss Geiger.

„Es liegt zunächst allein an Ihnen, ob Sie die Unterschriften abgeben oder nicht“, entgegnete Dieder. „Wenn Sie uns aber sagen, dass Sie gerne reden möchten, dann sind wir gerne dazu bereit. Ich nehme Ihr Angebot gerne an!“

„Einige Ideen gebe es schon“, erklärte Geiger nach dem Termin beim Bürgermeister. „Wir sind selbst gerade erst dabei, diese zu konkretisieren und auf Umsetzbarkeit zu prüfen.“ Auf jeden Fall werde, wie auch in der Vergangenheit immer wieder gesagt, „nichts gegen Kirchhoven“ gefordert, betonte er. „Aber konkret wollen wir vor den Gesprächen nicht damit an die Öffentlichkeit gehen.“

Er werde versuchen, in den nächsten Tagen einen weiteren Gesprächstermin mit den Freibad-rettern zu vereinbaren, teilte Krichel mit, nachdem er von der Entscheidung der Freibadretter erfahren hatte. „Insofern bitte ich um Verständnis, dass ich mich zu den Details noch nicht äußern möchte, weil ich dies erst mit den Betroffenen besprechen möchte.“

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