Bürger suchen Konzept für die Zukunft in ihrem Ort

Von: Helmut Wichlatz
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Quo vadis, Hetzerath? In einer Zukunftswerkstatt entwickeln Hetzerather Bürger Zukunftsideen für ihren Ort. Foto: Stefan Klassen
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v.l.: Gerd Schmalen, Torsten Will und Marc Jansen von der Initiativgruppe der Hetzerather Zukunftswerkstatt Foto: Wichlatz
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Mobilität, Infrastruktur, Sport und viele weitere Themen stehen in Hetzerath auf der Tagesordnung. Foto: Klassen
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Mobilität, Infrastruktur, Sport und viele weitere Themen stehen in Hetzerath auf der Tagesordnung. Foto: Klassen

Erkelenz-Hetzerath. Ein Dorf ist eingeladen, sich Gedanken über seine Zukunft zu machen. Unter dem Motto „Unser Dorf gemeinsam gestalten“ hatte eine Gruppe von Hetzerathern im März zu einer Zukunftswerkstatt eingeladen. Alle Hetzerather waren aufgerufen, sich Gedanken darüber zu machen, wie ihr Ort in 10 oder 20 Jahren aussehen soll.

Das Instrument der Zukunftswerkstatt kennt man im Erkelenzer Raum bislang vor allem in den von der Umsiedlung betroffenen und zukünftigen Orten am Tagebaurand. „Natürlich haben wir in Venrath geschaut, wie die Zukunftswerkstatt dort abläuft“, sagt Marc Jansen. Er gehört neben Gerd Schmalen, Uli Jotzo und Christoph van Ool zu den Initiatoren der Werkstatt.

„Uns war wichtig, dass wir nicht nur die Vereine und die dort organisieren Mitbürger ansprechen“, betont Jansen. Daher habe man sich auch bemüht, die Moderatoren der einzelnen Arbeitskreise auch außerhalb der Dorfvereine zu rekrutieren. „Normalerweise hat man immer dieselben Leute, die sich angesprochen fühlen und mitmachen“, erklärt auch Gerd Schmalen. Umso wichtiger sei es daher, auch diejenigen zu erreichen, die sich nicht in einem der Hetzerather Vereine engagieren.

Die fünf Themengebiete Kinder und Jugend, Sport und Gesundheit, Alt werden in Hetzerath, Infrastruktur und Umwelt sowie Kultur umfassen die eingebrachten Anregungen und Vorschläge. Dabei wurde ganz praktisch gedacht, wie Jansen betont. Zum Beispiel eine Mitnahme-Bank vor allem für die Senioren im Ort. Wer dort sitzt, möchte, dass ihn jemand mit dem Auto in die Stadt mitnimmt. Damit werde auch das Thema der Mobilität im Alter neu angepackt, erklärt Jansen. Auch ein Dorfladen für die Versorgung mit den nötigsten Nahrungsmitteln wurde diskutiert.

Die einzelnen Gruppen bearbeiteten ihre Themen weiter. Erste Ergebnisse gibt es auch schon. So wurde in den Sommerferien ein Eltern-Kind-Zelten veranstaltet und ein Termin für die erste Kinovorführung im Gemeindezentrum wird für November angestrebt. Auf dem Programm wird der Klassiker „Die Feuerzangenbowle“ mit Heinz Rühmann stehen.

Spätestens beim Zelten im Sommer kamen dann doch wieder die Vereine ins Boot. „Eine Haftpflicht- oder Unfallversicherung eigens für das Zeltwochenende abzuschließen, wäre zu teuer geworden“, sagt Jansen. Hier sei das Zusammenspiel mit den gut organisierten Vereinen nötig und auch richtig.

Homepage in der Entstehung

Ein weiterer Bereich, der schon weit fortgeschritten ist, ist die Kommunikation des Anliegens und der Ziele. Hier zeichnet Torsten Will als Moderator verantwortlich. „Eine Homepage ist in der Entstehung, auf der man alle relevanten Nachrichten und Termine aus Hetzerath finden und sich auch zu Themen mit anderen austauschen kann“, erläutert er. Auch hier wird an die älteren und oftmals nicht so internetgewohnten Mitbürger gedacht, denn als zweiter Schritt soll auch eine regelmäßige Dorfzeitung diejenigen erreichen, die offline sind. „Unser Ziel ist ein lebendiges, lebenswertes, traditionsbewusstes und trotzdem modernes Hetzerath“, fasst Jansen den Antrieb der Gruppe zusammen.

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