Breberen - Büb Mühlenberg gibt den Taktstock weiter

Büb Mühlenberg gibt den Taktstock weiter

Von: agsb
Letzte Aktualisierung:
11467042.jpg
Nicole und Sebastian Mühlenberg spielten gemeinsam mit dem Instrumentalverein Breberen „The Lion King“. Auf der großen Leinwand wurden Bilder aus 40 Jahre Eheleben ihrer Eltern präsentiert. Foto: agsb
11467045.jpg
25 Jahre stand Dirigent Büb Mühlenberg (Foto) vor dem Instrumentalverein Breberen, wann immer die Musik spielte. Jetzt gibt er den Taktstock an Achim Tholen weiter. Foto: agsb

Breberen. Auf seiner Homepage schreibt der Instrumentalverein St. Josef Breberen: „Hier spielt die Musik“. Und was für welche! Breberen erlebte nun eines der vielleicht besten Konzerte in der mehr als 100-jährigen Vereinsgeschichte.

Die gut gefüllte Festhalle wurde zum Schauplatz eines Musikereignisses, das das Orchester selbst und die vielen hundert Musikfreunde nicht so schnell vergessen werden.

Das über 60 Personen starke Orchester stand natürlich im Mittelpunkt, aber den Takt des Abends gab Dirigent Büb Mühlenberg an. Er war der „Star des Abends“ und sollte viele Überraschungen erlebten. Seit 25 Jahren trägt der Instrumentalverein nun die Handschrift des Dirigenten. Jetzt legte er das Amt aber in jüngere Hände, nämlich in die von Achim Tholen. Mühlenberg sieht sein musikalisches Werk als erfüllt an.

Der Verein stellte sein traditionelles Weihnachtskonzert unter das Motto „Es war einmal“. Das Beste aus 25 Jahren gemeinsamer Zeit wurde präsentiert, es sollte jedoch ein ganz spezielles „Dinner for Büb“ werden.

Den ersten musikalischen Höhepunkt setzte die Jugend. Das Jugendorchester war in Festtagesstimmung und setzte einen Glanzpunkt mit „African Symphony“. In dem sehr rhythmischen Werk zog das Orchester alle Register seines Könnens. Die Schlagzeuger inszenierten den Einmarsch des Orchesters mit Urwaldtrommelklängen, danach übernahm der Dirigent das Kommando. Im Stück „The Woman in White“ gab es die erste musikalische Einladung ins Reich der Musicals mit eindrucksvoll gespielten Solopassagen. Im Konzertstück „Sweet Sunset“ begeisterte Melanie van Heel auf der Oboe im Solopart. Mit „Simple Gifts“ gab es bekannte irische Klänge aus „Lord of the Dance“, ein traumhaftes Werk für Flöten und Klarinetten.

Nach der Pause begann das Galadinner, und die Kerzen an den Kronleuchtern wurden angezündet. Das Orchester selbst zündete mit „Ampartio Rocca“ und danach mit „The Phantom of the Opera“ bereits früh das Feuerwerk der Töne. Alle Blicke waren stets auf Büb Mühlenberg gerichtet. Dieser verlor einmal den Taktstock und musste selbst kurz schmunzeln – aber auch ohne sein Werkzeug kitzelte er alles aus dem Orchester heraus. Im 16-minütigen „Phantom of the Opera“ gab es Gänsehaut pur. Hier spielte Rudolf Laven (Dirigent des Cäcilienchores Breberen) eine Hauptrolle im Orchester und erhielt Sonderapplaus.

Vor dem Florentiner Marsch staunte Büb Mühlenberg dann nicht schlecht, als die Moderatoren Thomas Jansen und Vera Killen plötzlich ein „Dinner for two“ ankündigten. Es handelte sich um die Überraschung des Abends für den Dirigenten. Die beiden Kinder Sebastian (Alt-Saxophon) und Nicole (Gesang) hatten ohne Wissen des Vaters mit dem Orchester diese Nummer einstudiert, allein die Geheimhaltung ist eine große Herausforderung gewesen. Das Orchester und die beiden Mühlenberg-Kinder spielten – traumhaft vorgetragen – gemeinsam „The Lion King“, und zwar nicht nur anlässlich Mühlenbergs 25-jährigen Jubiläums, sondern auch zur Rubin-Hochzeit mit seiner Frau Roswitha. Die Eheleute lauschten von einem Sonderplatz vor der Bühne aus. Es folgten bewegende Momente.

Anschließend wurde mit Elan der Florentiner Marsch gespielt, wobei die Soli vom Flügelhorn und der Piccolo-Flöte begeisterten. Der Breberener Musikverein ist bekannt für seine Polkas – da durfte die Jubiläumspolka nicht fehlen.

Und dann gab es das große Finale: zuerst mit dem Regimentsmarsch, mit dem die Karriere von Büb Mühlenberg vor 25 Jahren begonnen hatte. Es gab minutenlang stehende Ovationen für Büb Mühlenberg. Die zuvor gehaltene Laudatio über 25 Jahre Dirigententätigkeit übernahm Vorsitzender Wilfried Killen. Das Orchester stimmte unter Leitung von Christoph Speel schließlich das Stück Marschkonfetti an. Dies war der krönende Abschluss eines Musikabends, über den man in Breberen noch lange sprechen wird.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert