Buchvorstellung: „Menschen und Menschliches“

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Auch die beiden Flüchtlinge Sami Khedr (l.) und Hermann Groß (r.) spielen eine große Rolle im neuen Buch von Karl Beumers (Mitte).

Heinsberg. „Menschen und Menschliches“ lautet der Titel des inzwischen sechsten Buches, das der Kirchhovener Autor Karl Beumers am Sonntag, 12. März, um 16 Uhr im Rondell in Heinsberg (Eingang Rheinertstraße) in Kooperation mit der Jugendmusikschule Heinsberg und mit der Heinsberger Journalistin Anna Petra Thomas vorstellt.

Viele ältere Menschen würden oft noch „von der guten alten Zeit“ erzählen, sagt Beumers. Unvergessen seien aber auch die schlimmen Erinnerungen an die Zeit des Zweiten Weltkrieges mit all ihren Begleiterscheinungen. „Ich habe mir zur Aufgabe gemacht, viele solcher Schicksale von Menschen aus vergangenen Zeiten aufzuschreiben und in Büchern festzuhalten“, erklärt er.

Für sein neues Buch hat Beumers wieder über 40 Menschen besucht und ihre Geschichten aufgeschrieben. „Ihre Erinnerungen kreisen in vielen Fällen um Krieg oder Evakuierung“, betont er. Nicht unerwähnt blieben aber auch ihre Leistungen für die Mitmenschen, für Kirche und Gesellschaft in den vielen Jahren seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges.

Eine Geschichte im neuen Buch stammt von Hermann Groß, geboren im Jahr 1934, der heute in Geilenkirchen-Beeck lebt. Er stammt aus dem ostpreußischen Dorf Großgeratischken, das später Wartenhöfen hieß. Ende 1944 floh er mit seiner Familie zunächst nach Schleswig-Holstein, bevor er über viele Stationen im Westen Deutschlands schließlich in Geilenkirchen-Beeck eine neue Heimat fand.

Während er in Schleswig-Holstein nur ein Flüchtling und nichts anderes gewesen sei, habe man ihn in Beeck sehr gut aufgenommen. „Ich merke hier in Beeck überhaupt nicht, dass ich ein Flüchtling war und bin. Und das ist auch gut so“, sagt er.

Neben den vielen Erinnerungen an die Zeit von Vertreibung und Flucht während des Zweiten Weltkrieges findet sich in Beumers neuem Buch als letzte aber auch die Geschichte von Sami Khedr aus Heinsberg-Dremmen. Khedr wurde 1975 in der syrischen Stadt Hassakya geboren. 2008 heiratete der Apotheker seine aus der Ukraine stammende Frau Irena.

Ein Jahr später wurde ihr Sohn Daoud geboren. 2015 floh die Familie aus Syrien und hat inzwischen in Heinsberg-Dremmen eine neue Heimat gefunden. Anfang 2016 wurde die Familie in der Pfarrkirche St. Lambertus getauft. „Wir möchten aktive Mitglieder dieser Gesellschaft werden“, sagt Khedr.

Die Heinsberger Journalistin Anna Petra Thomas wird mit diesen beiden Flüchtlingen während der Veranstaltung ins Gespräch kommen zu der Frage, inwiefern Flüchtlingsschicksale von damals und von heute vergleichbar sind. Für die musikalische Unterstützung sorgen die beiden Söhne und eine Schwiegertochter von Karl Beumers, die alle Berufsmusiker sind. Svenja Beumers (Oboe), Thomas Beumers (Horn) und Stefan Beumers (Posaune) spielen zusammen mit Theo Krings (Klavier), dem Leiter der Jugendmusikschule.

Das neue Buch von Karl Beumers ist erhältlich 13. März in den Buchhandlungen Gollenstede in Heinsberg, Lyne von de Berg in Geilenkirchen, Fürkötter in Geilenkirchen und Übach-Palenberg sowie Wild in Erkelenz und Hückelhoven.

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